CDU-Kreistagsfraktion besuchte die Goetheschule in Wetzlar

Goetheschule freut sich auf den Neubau
Dank an Union für Einsatz für die jetzige Neubauvariante

Mit einer großen Abordnung waren dieser Tage Vertreter der CDU- Kreistagsfraktion in der Goetheschule, die derzeit im Komplex der ehemaligen Kestnerschule untergebracht ist, um sich von Schulleiter Oberstudiendirektor Dr. Carsten Scherließ

und Annette Kerkemeyer, der stellvertretenden Schulleiterin, sowie Schulsprecher

Alexander Schuster über die aktuelle Lage informieren zu lassen.

Auf Unionseite dabei waren Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer MdB, Kreistagsvorsitzende Elisabeth Müller, Kreisbeigeordnete Ulla Landau, sowie die Abgeordneten Heike Ahrens- Dietz, Nicole Petersen, Kerstin Hardt, Matthias Bender, Klaus Bastian, Franz-Ludwig Löw und Dieter Steinruck.

Scherließ zog zunächst ein sehr positives Fazit der Entwicklung des größten Oberstufengymnasiums Hessens, denn die Schülerzahl werde zum neuen Schuljahr Richtung eintausend Schüler steigen, wobei perspektivisch auf Grund der demografischen Entwicklung von einer leicht sinkenden Schülerzahl auszugehen sei.

Die jetzige räumliche Situation sei ohne Zweifel eine Herausforderung, da die Raumkapazität begrenzt sei. Deshalb nutze man auch noch weiterhin die Sportstätten und naturwissenschaftlichen Räume im alten Schulzentrum.

Aber diese Einschränkungen nehme man gerne in Kauf, zumal so kein Baulärm den Schulalltag beeinträchtige. Zudem wisse man, dass in, und das hoffe man natürlich sehr, zwei Jahren der Bezug des neuen Schulgebäudes erfolgen werde.

Scherließ dankte in diesem Kontext der Union, die sich immer gegen eine Sanierung der drei Schulen am Standort ausgesprochen und für den Neubau von zwei Schulen mit Sanierung der Dritten eingesetzt hatte. Dafür sei die Schulgemeinde dankbar.

Die Schule sei von drei Leitzielen geprägt:

1. die Vielfalt im Kursangebot für Grundkurse und Leistungskurse, bei den Arbeitsgemeinschaften und bei internationalen Kontakten; 2. das verständnisvolle, von Respekt geprägte Miteinander in der gesamten Schulgemeinde, des Kollegiums untereinander, welches derzeit aus 120 „Köpfen“ bestehe, aber auch durch eine enge Partnerschaft mit dem Schulelternbeirat, der Schülervertretung, den SeK-I-Schulen, den Kooperationspartnern der Wirtschaft, der Uni Gießen, der Technischen Hochschule und anderen mehr. Und 3. der Erfolg der Schülerinnen und Schüler, denn entscheidend sei eine gute Vorbereitung auf das Abitur, Studium und Beruf sowie den weiteren Lebensweg. Dazu gehöre auch die Persönlichkeitsentwicklung, die Begabtenförderung, die erreichten Gütesiegel und vieles andere mehr.

Was die Zukunft angehe, so werden die neuen Medien natürlich eine wichtige Rolle spielen, wobei das persönliche Verhältnis Lehrer/Schüler gleichwohl wichtig bleibe, um nicht zu sagen wichtiger sei Kommunikation, das Gespräch miteinander, das Einüben von sozialer Kompetenz, das gehe nun einmal nur im unmittelbaren Gedankenaustausch. Deshalb wolle man auch die bestehende Feedback-Kultur weiterentwickeln.

Der geplante Neubau biete natürlich großartige Möglichkeiten. Man habe sicherlich Kompromisse machen müssen, z.B. sei die Grundfläche kleiner als die abgerissene Goetheschule. Die Zahl der Klassenräume sei bei gut 800 Schülern auskömmlich. Auf der anderen Seite habe man in intensiven gemeinsamen Gesprächen mit dem Schulträger eine Baukonzeption gefunden, die zur Zufriedenheit Aller ausgefallen sei. So habe man auf der Ebene 0 das „Künstlerviertel“ inklusive Kiosk untergebracht. Hier befinde sich auch die doppelgeschossige Goethe-Aula mit Bühne für bis zu 350 Personen. Auf eine Mensa verzichte man, da wenige Meter entfernt das Käthe-Kollwitz-Bistro vorhanden sei. Auf der Ebene 1 finde man das klassische Lehrerzimmer plus kleinere Rückzugs- und Arbeitsräume für das Kollegium, die Mediathek und eine Schulküche.

Die Ebene 2 sei geprägt vom Campus „Kultur und Gesellschaft“ mit sog. „Marktplätzen“ für kurs- und fächerübergreifendes Arbeiten. Im Zentrum liegt hier auch „Goethes Garten“, eine sehr attraktive Aufenthaltsfläche für Schülerinnen und Schüler. Ebene 3 sei der MINT-Campus mit NaWi- und Computerräumen, Hörsaal, Laboren und Experimentierräumen. Inwieweit die Parkplätze perspektivisch ausreichend seien, müsse man abwarten. Alles in Allem freue man sich sehr auf die neue Goetheschule, die den Standort Wetzlar und Lahn-Dill-Kreis in hohem Maße aufwerte und noch attraktiver mache.

Über den Autor

Hans-Jürgen Irmer
Hans-Jürgen Irmer
Bundestagsabgeordneter der CDU Lahn-Dill
Herausgeber Wetzlar Kurier

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