Tourismus ist für den Kreis wichtig

Im September dieses Jahres stellte der ehrenamtliche Wirtschaftsdezernent Dette die sogenannten „Oberaulaer Thesen“ zum Tourismus als Leitökonomie vor, die überregional aufgestellt wurden. In der Begründung dieser auf Hessen bezogenen Thesen heißt es, dass der Tourismus ein nicht unerheblicher Wirtschaftsfaktor sei, dies gelte auch für den Lahn-Dill-Kreis, der darüber hinaus zur Arbeitsplatzentwicklung im Dienstleistungssektor beitrage.

Das Papier, so für die CDU-Kreistagsfraktion Tim Schönwetter, sei in der Theorie völlig in Ordnung. Allerdings seien die sehr allgemein gehaltenen Formulierungen für die CDU nicht ausreichend. Deshalb habe seine Fraktion einen Antrag eingebracht, der den Kreisausschuss, also die Kreisregierung, auffordert, auf der Grundlage dieser Thesen ein konkretes Konzept zur Förderung des Tourismus für den Lahn-Dill-Kreis zu entwickeln. Natürlich wisse man, so Schönwetter, dass es ein Konzept ausschließlich auf den Lahn-Dill-Kreis bezogen nicht geben könne, da man touristischerweise in verschiedenen Destinationen mitwirke und auch in verschiedenen Institutionen involviert sei.

In diesem Konzept solle es aus Sicht der CDU darum gehen, wie der Lahn-Dill-Kreis sein mittelfristiges und langfristiges Engagement für den Tourismus sieht. Die konkrete Frage sei für die Union, an welcher Stelle welches Engagement in welcher Form bereits umgesetzt wird und was fehlt. Wo gibt es Defizite, wo gibt es mögliche Erweiterungen, neue Themenfelder…? Was kann der Kreis konkret darstellen für den Ausbau der Infrastruktur, für das Marketing, für die Qualitätsentwicklung? Wie können diejenigen, die heute bereits im Tourismusbereich tätig sind, verstärkt eingebunden werden?

Wenig überzeugend die Antwort des Dezernenten, der im Ungefähren und Allgemeinen blieb, so dass die Frage eines CDU-Abgeordneten an einen FWG-Abgeordneten, ob er das vom Dezernenten Dette gerade Gesagte wiederholen könne, mit einem Achselzucken beantwortet wurde. Der Dezernent sagte zu, bis zum Frühjahr sich vertiefende konkrete Gedanken machen zu wollen. Vor diesem Hintergrund verzichtete die CDU auf die Abstimmung des Antrages und erklärte sich damit einverstanden, dass er bis zum Frühjahr des nächsten Jahres im Geschäftsgang bleibt, um dann gegebenenfalls wieder aufgerufen werden zu können.

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Tim Schönwetter
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Aktuelle Ausgabe4/2019