Klartext Peter Hahne:

Wie wir uns Schutzsuchenden unterwerfen

Der bekannte Fernsehjournalist, Buchautor und Theologe schildert, ausgehend von eigenem Erleben, zwei "Fälle" aus deutschen Krankenhäusern, die leider, wie allzu gerne und allzu oft aus falsch verstandenem Toleranzdiktat, möglichst unter den Teppich gekehrt werden sollen, eben keine "Einzelfälle" sind. Wann endlich gestehen wir uns in "unserem" Land ein, dass es so oder ähnlich nicht weitergehen kann, nicht weitergehen darf, ohne der Gesellschaft dauerhafte Schäden zuzufügen, die dann bald auch nicht mehr repariert werden können? Vor allem die "hohe" Politik, so sehr sie derzeit noch in ihrer eigenen, geschützten und behüteten Parallel-Welt lebt und sich dort offenbar wohlfühlt, muss die Augen öffnen, sehen, was Sache ist, und endlich handeln. Zum Wohle der Bürger in diesem mittlerweile pluralistisch geprägten Land und auch zu ihrem eigenen. Denn wenn sich die Politik ihrer Werkzeuge nicht bedient (Werkzeuge, die sie - noch - in der Hand hat, sie aber nicht einsetzt und somit nach und nach faktisch aus der Hand gibt), dann geht das Gesetz des Handelns irgendwann in vermutlich nicht allzu ferner Zukunft in Hände über, die dem demokratisch gesinnten Teil der Gesellschaft nicht wirklich recht sind. Beispiele in Europa gibt es bereits aktuell genügend, in Ungarn, Italien und anderswo. Aber auch die Medien sollten in sich gehen und ihrer Pflicht zur Information und zur Berichterstattung nachkommen. Leider wird in diesem Land über zu Vieles nach dem Motto "Es kann nicht sein, was nicht sein darf" dann auch nicht oder nicht ganz wahrheitsgemäß, weil unvollständig, berichtet:

Die Hüftoperation in der renommierten Sommerfeld-Klinik war ein voller Erfolg. Nach sieben Tagen konnte ich - wie bei einem biblischen Wunder - die Krücken wegwerfen. Andere haben da besondere Beschwerden, der Heilungsprozess dauert viel länger. Doch eine andere Beschwerung erlebte ich, die mir viel mehr zu schaffen machte, als ein paar Tage länger in der Reha zu verbringen.

Der Klinikchef und Operateur schrieb mir in der Nacht zum Samstag eine SMS, um genau 23.32 Uhr: "Ich komme gerade vom Abi-Ball meiner Tochter. Ich habe die vielen hoffnungsfrohen Leute erlebt. Ich schäme mich für das Land, das wir ihnen übergeben." Deutliche Worte. Dabei geht es in Brandenburg, wie überhaupt in den Ost-Ländern, noch relativ geordnet zu. Doch was Ärzten und Patienten in der Bundesrepublik heute zugemutet wird, ist für unsere Vorstellungen sowie Ethik- und Qualitätsansprüche unzumutbar und einmalig.

In Köln stürmte ein serbischer Familien-Clan die Intensivstation einer Klinik. Dort war ein Mädchen bei der Operation gestorben. Statt Trauer und Gespräche mit den Operateuren suchten sie pure Gewalt. Eine Hundertschaft der Polizei musste die Klinik schützen vor Merkels "Schutzsuchenden". Von überall kommen ähnliche Meldungen, nur in den Medien vernimmt man davon kaum etwas. Pressefreiheit der besonderen Art, das sich deren ja rühmt.

Ein Pflegedienstleiter in Frankfurt am Main berichtete mir, dass eine Gruppe von Zigeunern in der Klinik randalierte. Ja, sie nannten sich Zigeuner - "und wir haben einen König, der unsere einzige Autorität ist". Mein Buch "Rettet das Zigeunerschnitzel" ist also von einer Selbstdarstellung der Gruppe unterstützt. Stolze Zigeuner mit Gewalt gegen Ärzte. Flüchtlinge aus Rumänien, "Schutzsuchende", die eigentlich bereits "Geflüchtete" heißen. Soviel politische Korrektheit muss sein. Politik, Medien und Kirchen geben sich größte Mühe.

Was mir persönlich naheging, weil alles zur selben Zeit passierte. Die Ehefrau eines Freundes und Kollegen lag im Sterben. Um sie herum ein arabischer Clan, Besuch am Nachbarbett. Lautes Geschrei, spielende Kinder. Keine Bitte um Respekt und Verständnis, in Ruhe sterben zu dürfen, half. Man wird sprachlos: fremd im eigenen Land, der eigenen Kultur. Gruselig. Was soll man tun? Die Polizei rufen, wenn eine uns fremde Kultur auf ihre Weise eine Intensivstation bevölkert? Verstößt dies schon gegen das Toleranzgebot, den Pluralismus?

Machen wir uns nichts vor: Was wir in diesen Fällen erlebten, ist pure Unterwerfung! was sonst? Denn niemand tut etwas von Seiten der Bischöfe und Politiker in ihrer abgesicherten Parallelgesellschaft. Sie erleben so etwas auch in den Kliniken nicht, in denen sie liegen. Das Volk wird alleingelassen. Das ist wahr, nicht populistisch! Dabei geht es um die Kultur, die uns leitet. Niemand, der das Gleichnis vom barmherzigen Samariter kennt, übt Gewalt gegen Ärzte, Rettungssanitäter, Unfallhelfer aus. Diesem Bibeltext verdankt das christliche Abendland, dass unterlassene Hilfeleistung strafbar ist. Das gilt wohl nicht mehr überall. Ich kann da nur noch sagen: "Kyrie eleison - Herr, erbarme dich!

(Quelle: Peter Hahne, Bestsellerautor - gerade erschienen: "Schluss mit euren ewigen Mogelpackungen")

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Franz Ewert

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