Alle Schutzpolizisten in Dillenburg und Ehringshausen bleiben

Künstliche Aufregung ist dem Wahlkampf geschuldet

Die CDU-Kreistagsfraktion, so Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer, sei dafür bekannt, für Gesetz und Ordnung einzutreten und uneingeschränkt hinter der Polizeiarbeit im Lahn-Dill-Kreis zu stehen, da hier durch die Polizeibeamten in den bestehenden Standorten eine exzellente Arbeit geleistet werde.

Was die aktuelle Berichterstattung angehe, so habe die CDU den Eindruck, dass hier Panikmache bewusst erfolge. Fakt sei, dass kein einziger Schutzpolizist, der in Dillenburg seinen Dienst versehe, abgezogen werde. Das heiße. alle diejenigen Beamten, die für die Sicherheit im täglichen Bereich inklusive Nacht zuständig seien, würden bleiben! Das gleiche gelte für Ehringshausen.

Ehringshausen sei 2005 zu einem Polizeiposten abgestuft worden. Seitdem versehen dort zwei Beamte tagsüber ihren Dienst. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Die zwei Polizeibeamten bleiben. Da die Raumsituation in Wetzlar sehr beengt ist, habe man vor wenigen Jahren acht Beamte der regionalen Tatortgruppe nach Ehringshausen geschickt, die von dort flächendeckend für den Lahn-Dill-Kreis Tatorte untersuchen. D.h., für die normale tägliche Arbeit der Schutzpolizei stehen sie nicht zur Verfügung. Wo diese ihren Dienst versehen, sei daher im Prinzip völlig unerheblich.

Natürlich mache es grundsätzlich Sinn, wenn man perspektivisch alle diejenigen, die mit kriminalpolizeilichen Aufgaben und Ermittlungen zu tun haben, an einen Standort aus Gründen des Erkenntnisgewinnes und der Effizienz und der erleichterten Absprache konzentrieren könne. Dies könne möglicherweise irgendwann in Wetzlar sein.

Dies gelte im Übrigen auch für den Leiter der Polizeidirektion in Dillenburg, der mit seinen zwei oder drei Sachbearbeitern in das Zentrum gehöre. Wetzlar sei nun einmal unter Sicherheitsaspekten bedauerlicherweise die am höchsten belastete Stadt im Lahn-Dill-Kreis. Dass dort perspektivisch die polizeiliche Führung des Kreises hingehöre, sei nur sachlogisch. Im Übrigen werde damit ein Zustand wiederhergestellt, der vor wenigen Jahren selbstverständlich war.

Dies gelte im Übrigen auch für das Rauschgiftkommissariat, das ebenfalls perspektivisch vermutlich in Wetzlar seinen Sitz haben werde, wenn denn die Räumlichkeiten vor Ort vorhanden sind. Derzeit sind sie es nicht.

Es gäbe unterschiedliche Überlegungen, so Hans-Jürgen Irmer, die aber noch nicht spruchreif seien. Die nächsten zwei Jahre werde sich herzlich wenig bewegen. Das Ganze sei nach einer Information der CDU noch im Stadium der Planung. Es sei nichts beschlossen, aber dass eine Behörde die Chance haben müsse, ergebnisoffen und vorurteilsfrei Planungen anzustellen, sei für die Union klar. Gleichwohl rege man den berühmten runden Tisch an, er sei sich sicher, so Irmer , dass der mittelhessische Polizeipräsident gerne bereit sei, die politisch Handelnden vor Ort im Vorfeld zu einem gemeinsamen Gespräch einzuladen, um über Vor- oder auch ggf. Nachteile von geplanten überschaubaren Organisationsveränderungen zu informieren und Anregungen aufzunehmen.

Entscheidend für die Union sei, dass sich an der Sicherheit der Bürger tagsüber und nachtsüber nichts, aber absolut nichts ändere, weil es diesbezüglich keinerlei Personalabbau weder in Ehringshausen noch in Dillenburg gebe. Im Gegenteil: Perspektivisch werde durch die hohe Zahl von Neuanstellungen auch im Lahn-Dill-Kreis die Zahl der aktiven Polizeibeamten, die vor Ort Streife fahren, erhöht werden.

CDU-Landtagsabgeordneter Frank Steinraths sowie Landtagskandidat Jörg Michael Müller bekräftigten, dass es auch mit ihnen keine Veränderung zum Nachteil der Bevölkerung geben werde.

Über den Autor

Hans-Jürgen Irmer
Hans-Jürgen Irmer
Bundestagsabgeordneter der CDU Lahn-Dill
Herausgeber Wetzlar Kurier
Aktuelle Ausgabe9/2018