Das würde dem Fass den Boden ausschlagen

Familie des Mörders von Susanna wieder zurück nach Deutschland?
Wie eine irakische Familie deutsche Behörden narrte

Vor wenigen Wochen wurde die 14-jährige Susanna aus Mainz in der Nähe von Wiesbaden ermordet aufgefunden. Ermordet von dem 21-jährigen Ali Baschar aus dem irakischen Zakao. Entscheidender Hinweisgeber war ein angeblich 14-jähriger Afghane, von dem sich jetzt herausgestellt hat, dass er gemeinsam mit dem Bruder von Ali Baschar das Mädchen ebenfalls vergewaltigt hat. Bevor die Polizei zufassen konnte, floh Ali Baschar unbehelligt mit seiner Familie vom Flughafen Düsseldorf ins nordirakische Erbil. In jene Region, in der er und seine Familie angeblich verfolgt wurden und um ihr Leben fürchten mussten.

Eingereist war die achtköpfige Familie im Herbst 2015 unter falscher Identität. Bei der Befragung durch die Bundesbeamten gab die Familie an, sie besitze keine Dokumente, da die Schleuser sie vor Griechenland ins Meer geworfen hätten. Das war offenkundig gelogen, denn der Rückflug von Düsseldorf nach Erbil erfolgte unter Vorlage korrekter Identitätsnachweise.

Es ist Bundespolizeichef Dieter Romann aufgrund seiner exzellenten Verbindungen in die nordirakische Region zu verdanken, dass die dortigen Behörden schnell auf Ali Baschar aufmerksam wurden und gegen ihn ermittelten. Noch während des Flugs von Erbil nach Deutschland wurde Baschar von den irakischen Sicherheitskräften an die deutsche Bundespolizei übergeben.

Nach irakischen Polizeiangaben hat Baschar den Mord zugegeben, nicht allerdings die Vergewaltigung, da eine Vergewaltigung in der islamischen Kultur schlimmer ist als Mord, denn so sind Name und Ehre der Familie auf ewig zerstört, so der dortige Polizeichef.

Will Familie zurück?

Medienberichten zufolge plant die Familie die Rückkehr nach Deutschland, obwohl der Asylantrag als rechtskräftig zurückgenommen gilt, da die Familie sich freiwillig und ohne jegliche Konsequenzen in ihr Heimatland abgesetzt hat. Zwei der vier Söhne sind darüber hinaus durch Straftaten wie gefährliche Körperverletzung und Diebstahl aufgefallen. Es wäre geradezu paradox, wenn die Familie ein erneutes Asylersuchen beim BAMF stellen würde. Illegal eingereist, falsche Papiere, straffällig geworden, den Sozialstaat missbraucht, kriminelle Energie bewiesen und dann zurück? Dies würde niemand verstehen, so der heimische CDU-Bundestagsabgeordnete Hans-Jürgen Irmer. Er habe deshalb Innenminister Horst Seehofer (CSU) bezüglich dieses Falles angeschrieben mit der Bitte, ein wachsames Auge auf einen möglichen Asylantrag zu haben. Ein solcher sei unmittelbar abzulehnen.

Über den Autor

Hans-Jürgen Irmer
Hans-Jürgen Irmer
Bundestagsabgeordneter der CDU Lahn-Dill
Herausgeber Wetzlar Kurier
Aktuelle Ausgabe9/2018