CDU-Kreistagsfraktion für Abschaffung der Jagdsteuer

In den letzten Jahren hat die CDU-Kreistagsfraktion mehrfach den Versuch unternommen, die Jagdsteuer als Bagatellsteuer im Lahn-Dill-Kreis abzuschaffen. „Dies ist“, so CDU-Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer und seine beiden Stellvertreter Jörg Michael Müller und Frank Steinraths, „allerdings stets an der Mehrheit von SPD, Grünen und FWG gescheitert. Aus Sicht der Union ergeben sich heute völlig andere Spielräume, die man nutzen muss, zumal in anderen Landkreisen die Jagdsteuer abgeschafft oder zumindest deutlich reduziert worden ist.“

Die Jäger, so die CDU-Politiker, seien im besten Sinne des Wortes Umwelt- und Naturschützer. Neben ihrer privaten Zeit investierten sie Geld in die Bewirtschaftung der Reviere, müssten Pachten für die Jagdreviere zahlen, hätten Bewirtschaftungskosten, sorgten für Wildäsungsflächen und müssten gegebenenfalls auch Wildschäden ersetzen. Sie seien für die Regulierung der Natur mit verantwortlich, gerade wenn man an die Bekämpfung der afrikanischen Schweinepest denke, die durch Wildschweine übertragen werde und über Osteuropa zu kommen drohe.

Hessen sei das Land mit der höchsten Wildschweindichte in Deutschland, so dass es zwingend notwendig sei, die Abschusszahlen auf einem sehr hohen Niveau zu halten. Nicht zu vergessen, so die CDU-Politiker, dass die Jäger in der Vergangenheit auch die Untersuchungsgebühr für die erlegten Tiere zahlen und die dazugehörigen Wildmarken und Meldebögen kaufen mussten. Auch die Verbringung der Probe zum zuständigen Amt werde von den Jägern kostenlos erbracht. Man könne den Jägern, so Irmer, Müller und Steinraths, für die getätigte Arbeit nur dankbar sein und sollte dies durch den Wegfall oder zumindest die Aussetzung der Jagdsteuer zum Ausdruck bringen.

Über den Autor

Rabea Krämer-Bender
Rabea Krämer-Bender

Bildergalerie

Aktuelle Ausgabe8/2018