CDU-Kreistagsfraktion besuchte Gartenbaubetrieb Haack in Laufdorf

Ein klassischer Familienbetrieb,
der durch Qualität überzeugt

Der Gartenbaubetrieb Haack im Schöffengrunder Ortsteil Laufdorf war jetzt Ziel eines Besuches von einigen Vertretern der CDU-Kreistagsfraktion. Inhaberin Manuela Ludwig informierte sie über den Stand eines Gartenbaubetriebes als Familienbetrieb.

Das Unternehmen, so Ludwig, sei 1958 von ihrem Vater Karl Haack in Wetzlar gegründet worden. Im Jahr 1972 habe man in Laufdorf neu gebaut. Ausbau und Modernisierung folgten. Ihr Vater gehe auch mit 87 Jahren jeden Tag helfend zur Hand und wie es in der damaligen Generation üblich war, sei vieles selbst erbaut und geplant worden, was bis heute Bestand habe. Der Hauptgeschäftsführer des Gartenbauverbandes Baden-Württemberg-Hessen, Hans-Georg Paulus, der ebenfalls zugegen war, sprach sich lobend über die Qualität der Pflanzen und der Gesamtkonzeption aus. Die Firma Haack sei jetzt erneut Blumenlieferant bei der Landesgartenschau in Bad Schwalbach. Solche Aufträge erhalte man nur, wenn entsprechende Qualität geboten werde.

Ludwig, seit 2006 Kreisgärtnermeisterin, und Paulus machten deutlich, dass es Veränderungen im Bereich der Gartenbaubetriebe gebe, denn einerseits sei es schwer, Nachwuchs zu gewinnen und andererseits gebe es immer mehr Gartenbaubetriebe, die im Grunde genommen nur noch eine Dienstleistungsfunktion ausüben würden, indem sie von Holland bzw. Niederrhein ihre Waren beziehen. Der Vorteil der heimischen Gartenbaubetriebe sei nicht nur ihre Qualität, sondern auch ihre Regionalität, so dass man wisse, was man tatsächlich erworben habe. Jährlich, so fügte Ludwig hinzu, topfe man ca. 500.000 bis 550.000 Pflanzen ein. Eine seit einigen Jahren in Betrieb genommene Topfmaschine, die 4000 Töpfe pro Stunde abfüllen könne, sei dabei ein unentbehrlicher Helfer. Nur so sei man vom Preis-Leistungs-Verhältnis neben der Qualität wettbewerbsfähig.

CDU-Kritik an der Stadt Wetzlar

Nicht nachvollziehbar sei für die Union, so Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer, MdB, sowie die Kreistagsabgeordneten Anna-Lena Bender und Daniel Steinraths, dass die Stadt Wetzlar seit Jahren keinerlei Pflanzen mehr von den heimischen Gartenbaubetrieben beziehe, sondern die Pflanzen vom Niederrhein ordere. Dies sei weder ökonomisch noch ökologisch sinnvoll.

Die Kreistagsfraktion werde, so Daniel Steinraths, die Stadtfraktion bitten, sich der Thematik anzunehmen. Im Übrigen erfolge offensichtlich auch keine Ausschreibung mehr oder wenn ja, nur eine eingeschränkte, denn heimische Firmen erhielten keine Aufforderung zur Abgabe eines Angebotes. Obwohl der Gartenbaubetrieb, so Ludwig, mit einem Gesellen und einem Lehrling sowie nach Bedarf Teilzeitkräften in kleiner personeller Besetzung arbeite, sei man immer in der Lage gewesen, sämtliche Anforderungen zu erfüllen.

Da die Energiekosten in einem Gartenbaubetrieb nicht unerheblich seien, müsse man auf Energieeffizienz setzen. In dem Zusammenhang lobte Paulus die Koalitionsvereinbarung von CDU/CSU und SPD, die festgelegt habe, dass es ein Bundesprogramm Energieeffizienz gebe, das für Gartenbaubetriebe und die Landwirtschaft zur Verfügung stehe und ein Volumen von 65 Millionen Euro habe. Es sei erfreulich, dass diese Zuschüsse, die in der Regel 30 Prozent der Investitionskosten ausmachten, innerhalb kurzer Zeit abgegriffen worden seien. Paulus bat Irmer in seiner Eigenschaft als Bundestagsabgeordneter, mit der Landwirtschaftsministerin darüber zu sprechen, die Mittel aufzustocken, zumal ohnehin im Koalitionsvertrag festgeschrieben sei, dass man auch in den nächsten Jahren Fördergelder bereitstellen wolle. Irmer sagte zu, sich diesbezüglich gerne verwenden zu wollen.

Über den Autor

Hans-Jürgen Irmer
Hans-Jürgen Irmer
Bundestagsabgeordneter der CDU Lahn-Dill
Herausgeber Wetzlar Kurier

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