Einstimmiger Beschluss im Kreistag

Kreis muss Konzept für eine IT-Modernisierungs- und Ausstattungsinitiative erarbeiten

Manchmal hat man den Eindruck, dass die Koalitionsfraktionen auf Kreisebene Anträge präsentieren, um damit ein gewisses Maß an Aktivität zu demonstrieren. Anträge, die eigentlich in die originäre Zuständigkeit eines von diesen Fraktionen hauptamtlich getragenen Kreisausschusses/Kreisregierung fallen.

Es ist schon ein klein wenig peinlich, wenn die vier Fraktionen ihren grünen Schuldezernenten auffordern müssen, ein Konzept für eine Modernisierungs- und Ausstattungsinitiative für die digitale Bildung zu erarbeiten. Losgelöst davon, so für die CDU-Kreistagsfraktion Michael Hundertmark, stimme man in der Zielsetzung als solche überein. Digitalisierung in der Schule sei zwingend notwendig. Gleichwohl müsse man ein klein wenig warnend die Hand heben, denn daneben gelte es, die grundlegenden Tugenden, wie Lesen, Rechnen, Schreiben, personale Bildung und soziale Kompetenz und vieles andere, mehr zu vermitteln.

Hundertmark wies darauf hin, dass das Bundeskabinett einen Gesetzentwurf zur Änderung des Grundgesetzes vorgelegt habe, damit der Bund den Schulen direkt Fördermittel für den Digitalpakt Schule zukommen lassen kann. Dieser Pakt enthält ein Gesamtvolumen von 5 Milliarden Euro für die nächsten fünf Jahre, so dass dort die richtigen Schritte ergriffen wurden. Gleichzeitig ist der Schulträger gehalten, durch eine entsprechende Ausstattung seiner Schule (dies ist originäre Schulträgeraufgabe) dafür Sorge zu tragen, dass die technischen Voraussetzungen gegeben sind. So vielfältig die Chancen digitaler Bildung seien, ein Allheilmittel, so Hundertmark abschließend, stellten sie nicht dar. Es gebe große Chancen, die aber nur dann sinnstiftend genutzt würden, wenn man alles mit Augenmaß betreibe.

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Michael Hundertmark
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Aktuelle Ausgabe11/2018