
Thilo Sarrazins bemerkenswerte und bedrückende Analyse
Illegale Einwanderung hat das Potenzial, Europa zu zerstören
Was müssen wir tun?
Thilo Sarrazin, der ehemalige Finanzsenator von Berlin, damals noch SPD, ehemaliges Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank, wurde 2020 aus der SPD ausgeschlossen, nachdem er den Bestseller „Deutschland schafft sich ab“ 2010 geschrieben hatte, eine Analyse der demographischen Entwicklung in Deutschland. Seinerzeit scharf kritisiert von den Gutmenschen. Aber leider hatte er recht.
Wohin geht Europa?
In einem bemerkenswerten Artikel in der Zeitung „Die Welt“ wies er darauf hin, dass das Eindringen fremder Völker in bereits besiedelte Regionen sich in der Geschichte regelmäßig wiederholt habe, wobei die Grenzen zwischen Einwanderung und Eroberung teilweise fließend gewesen seien. So sei das wohlhabende, aber kinderarme weströmische Reich im 5. Jahrhundert unter dem Ansturm der kinderreichen germanischen Völker und später der Hunnen zerfallen. Kleinasien sei in der Antike komplett griechisch besiedelt gewesen und nach den Eroberungszügen islamischer arabischer Stämme und später der Türken habe es dort kein Griechentum mehr gegeben.
Neben der Gier nach fremden Reichtümern habe auch die Demographie eine Rolle bei Wanderungsbewegungen und Eroberungszügen gespielt, die häufig genug durch den Druck der eigenen jungen, kinderreichen Bevölkerung ausgelöst worden sei. Schaue man sich Europa heute an, so sei es im Vergleich zu anderen Kontinenten bzw. Nationen durchaus noch als wohlhabend zu bezeichnen, aber alt und relativ kinderarm sei es schon. Für die Germanen, die das weströmische Reich zerstört hatten, wurden jedoch die antike Geisteswelt und das Christentum die neue Leitkultur. Die Millionen Afrikaner, Araber und Afghanen, die aktuell heutzutage versuchten, nach Europa zu kommen, seien in der Regel muslimischen Glaubens. Viele fühlten sich unserer Kultur fremd oder verachteten sie.
Um zu sehen, was Europa erwarte, müsse man nur auf jene Muslime schauen, die sich in den letzten 60 Jahren in Europa angesiedelt hätten. Neben natürlich erfolgreichen Integrationsbemühungen seien allerdings auch in der dritten und vierten Generation leider schlechte Bildungsleistung, hoher Sozialleistungsbezug und hohe Gewaltkriminalität ebenso verbreitet wie die Neigung zu größeren Familien, gepaart mit partiell religiösem Fanatismus. Und je mehr Einwanderer aus Afrika, dem Nahen und dem Mittleren Osten nach Europa drängen würden, und diese Analyse ist völlig zutreffend, umso geringer sei die Notwendigkeit der Integration.
Berlin, das Negativbeispiel
Was uns gesellschaftlich blühe, so Sarrazin, könne man exemplarisch in Berlin besichtigen. Etwa die Hälfte der Grundschüler habe eine nichtdeutsche Herkunftssprache, jeder zweite beherrsche im dritten Schuljahr nicht die Grundfertigkeiten im Lesen, Schreiben und Rechnen, und in ganz Deutschland würden die Schulleistungen sinken.
Was ist zu tun?
Aus seiner Sicht wäre es wichtig für Deutschland und ganz Europa, künftige Zuwanderung aus Afrika und dem Nahen und Mittleren Osten weitgehend zu unterbinden. Dazu müsse man erstens die Genfer Flüchtlingskonvention mit dem Ziel kündigen, sie auf europäische Länder zu beschränken. So sei es bis 1967 gewesen. Zweitens müsse man aus der Europäischen Menschenrechtskonvention austreten und sich so der Rechtsprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte entziehen, ohne dass die im Grundgesetz verbürgten Menschenrechte in Frage gestellt würden. Drittens müsse Deutschland dann an den Grenzen Reisende ohne gültige Einreisepapiere zurückweisen. Wer dennoch illegal einreise, der erhalte keine (!) soziale Unterstützung und werde in Abschiebezentren bis zur Ausreise festgesetzt. Viertens: Prüfungen auf politisches Asyl würden außerhalb der deutschen Grenzen stattfinden.
Schnappatmung bei Gutmenschen
Sarrazin, lange Jahre in der SPD, macht sich allerdings keine Illusionen über die Umsetzbarkeit, denn die SPD begreife sich zunehmend eher als Partei der Muslime denn als deutsche Arbeiterpartei. Und Mehrheiten für seine Vorschläge sind schwer zu organisieren. SED/Linkspartei und Grüne werden hier wohl kaum mitmachen. Und so wird sich in letzter Konsequenz die politische Mitte, zu denen die SED/Linkspartei natürlich nicht gehört, weiter verzwergen.
Über den Autor

Herausgeber Wetzlar Kurier
Thilo Sarrazin

