
Professor Britta Bannenberg an der Theodor-Heuss-Schule
Vortrag zum Thema
„Gewalt und Amokprävention“
Zu einem überaus interessanten Vortrag war jetzt Frau Professor Dr. Britta Bannenberg, die eine Professur für Kriminologie an der Justus-Liebig-Universität Gießen, Fachbereich Rechtswissenschaft, innehat, in der Aula der Theodor-Heuss-Schule, um vor 60 interessierten Kolleginnen und Kollegen, die sich zusätzlich zum normalen Unterricht mit dieser Thematik insgesamt befassen, einen Vortrag zum Thema „Gewalt und Amokprävention“ zu halten.
Schulleiterin Evelyn Benner hatte auch Kolleginnen und Kollegen von der Werner-von-Siemens-Schule und der Käthe-Kollwitz-Schule eingeladen. Schulleiterin Monika Lehr und der Schulleiter der Siemens-Schule, Michael Diehl, waren ebenso zugegen.
Zurück geht das Ganze auf eine Initiative des „Vereins zur Förderung der Prävention im Lahn-Dill-Kreis“ und von „Pro Polizei Wetzlar“, die auch die Kosten für diesen Vortrag übernommen hatten. Schulleiterin Benner dankte dem Vorsitzenden der beiden Vereine, Hans-Jürgen Irmer, dafür, dass er die Initiative ergriffen und den Kontakt hergestellt hatte, so dass diese Veranstaltung unbürokratisch stattfinden konnte. Irmer dankte seinerseits den drei Schulen für ihr großes Interesse an der Thematik sowie Evelyn Benner für ihr Engagement. Er nutzte, auch im Namen seiner Vorstandskollegen Renate Pfeiffer-Scherf und Stefan Sollmann die Gelegenheit, um Pro Polizei Wetzlar und den Verein zur Förderung der Prävention, der der Trägerverein des Hauses der Prävention ist, ein klein wenig vorzustellen.
Professor Bannenberg wies in ihrem Vortrag darauf hin, dass solche schwerwiegenden Taten in Deutschland zum Glück selten seien, aber immer wieder vorkommen könnten, und dass es durchaus Anzeichen gebe, die häufig durch verändertes Auftreten/Verhalten erkannt werden könnten oder zumindest einen Hinweis darauf geben, dass sich im Umfeld eines jungen Menschen irgendetwas verändert habe. Vor diesem Hintergrund kritisierte sie die zunehmende Verrohung in dieser Gesellschaft, die überbordende Nutzung sozialer Netzwerke mit allen Verhetzungspotenzialen, die wachsenden Krisenherde, denen auch und gerade junge Menschen ausgesetzt seien, den islamistischen Terror seit dem 11. September 2001.
All dies führe dazu, dass es zu Anschlägen Einzelner kommen könne, die in der Regel psychisch gestört seien, sich häufig zurückziehen würden, wenig Empathie zeigten, narzisstisch veranlagt seien und sich nicht mehr in einer Gemeinschaft integrieren lassen würden. Sollten dann noch irgendwelche Drohungen „scheinbar“ aus Spaß ausgestoßen werden oder es eine Waffenaffinität geben, dann solle man sich vertrauensvoll an Schulleitungen oder die Kriseninterventionsbeauftragten der Schulen wenden. Selbstverständlich stehe auch der Fachbereich Rechtswissenschaft für den Bereich der Kriminologie unter ihrer Verantwortung auch in anonymisierter Form zur Verfügung.
Ein beeindruckender Vortrag mit vielen fachlich fundierten Nachfragen und dem Angebot vom Verein zur Förderung der Prävention, auch einzelnen Schulen entsprechende Vortragsmaßnahmen finanzieren zu wollen.





