Linke Vorfeldorganisationen im Geiste des Nationalsozialismus

Vor wenigen Wochen fand im Publix-Haus, dem Sitz von selbsternannten Nichtregierungsorganisationen wie Correctiv und HateAid, eine Podiumsdiskussion mit Familienministerin Karin Prien (CDU) statt. Soweit, so gut. Daran teilnehmen wollte ein NIUS-Reporter, der während der Podiumsdiskussion ein Hausverbot erhielt. Wahrscheinlich hat man ihn erst dann erkannt.

Die Begründung der woken und intoleranten Szene: „Wissen Sie, das ist hier ein Haus, das unter anderem sich dafür einsetzt, gemeinwohlorientierten Journalismus zu fördern.“ Aus persönlicher Perspektive, aber auch aus wissenschaftlicher Perspektive sei das, was NIUS mache, kein Journalismus und schon gar kein gemeinwohlorientierter. So der wackere Kämpfer gegen rechts.

Was haben die Nazis dazu gesagt?

Im 25-Punkte-Programm der Nationalsozialisten steht unter Punkt 23: „Wir fordern den gesetzlichen Kampf gegen die bewusste politische Lüge und ihre Verbreitung durch die Presse. Um die Schaffung einer deutschen Presse zu ermöglichen, fordern wir, Zeitungen, die gegen das Gemeinwohl verstoßen, sind zu verbieten.“ Haben hier etwa Linke von den Nationalsozialisten abgeschrieben?

Parallelen

Linke wie Correctiv oder HateAid maßen sich an, zu definieren, was Gemeinwohl ist, maßen sich an, festzulegen, was Journalismus ist und begreifen bewusst nicht, dass Journalismus eigentlich als unabhängige Kontrollinstanz zu verstehen ist und nicht als Teil staatlich gesteuerter Kommunikation. Es waren die Nazis, die aufgrund des Gemeinwohls, wie im Übrigen auch in der DDR zu SED-Zeiten die Politkommissare, die aufgrund des sogenannten Gemeinwohls Veranstaltungen verboten, Bücher verboten, Zeitungen verboten, unliebsame Meinungen kriminalisierten und vieles andere mehr. Geführt hat dies zu Konzentrationslagern, zu politischen Gefängnissen in der DDR.

Den Gutmenschen, den Linken und Woken auf dieser Welt, sei ein Satz des französischen Philosophen Voltaire entgegengehalten, der einmal formuliert hat: „Ich mag verdammen, was du sagst, aber ich werde mein Leben dafür geben, dass du es sagen darfst.“ Demokratie sollte eigentlich auch heute von der inhaltlichen Auseinandersetzung, vom intellektuellen Streit um die beste Lösung getragen sein. Von einer Kultur der Nachdenklichkeit und der Bereitschaft, eigene Positionen zu überdenken. Davon ist im heutigen Deutschland kaum noch etwas übriggeblieben. Wer derart intellektuell minderbemittelt ist, für den gibt es nur Faschisten und Rassisten auf dieser Welt. Gemeint sind alle (!), die nicht zur gleichen Meinung tendieren, die man selbst von linker Seite aus gesehen vertritt. Meinungsfreiheit, Pluralität und Demokratie funktionieren anders.

Über den Autor

Hans-Jürgen Irmer
Hans-Jürgen Irmer
Herausgeber Wetzlar Kurier
Aktuelle Ausgabe9/2026