Gegen Arbeitszeiterhöhung in der Wirtschaft – aber:
Arbeitszeiterhöhung in der SPD-Bundesgeschäftsstelle
Glaubwürdig ist das Ganze nicht, wenn man als Partei 2023 noch die 32-Stunden-Woche von Arbeitgebern für Arbeitnehmer gefordert hat, natürlich mit vollem Lohnausgleich, und es jetzt aktuell Planungen in der SPD-Bundesgeschäftsstelle im Willy-Brandt-Haus gibt, wonach die aktuell geltende 37-Stunden-Woche gestrichen werden soll mit der Maßgabe, mehr (!) zu arbeiten.
Aufgrund der schlechten wirtschaftlichen Lage macht die SPD genau das, was viele Arbeitgeber notgedrungen leider immer häufiger machen müssen, und zwar Personal zu entlassen, Personal abzubauen, Mitarbeiterstellen zu streichen. Kein Arbeitgeber macht dies gerne. All das wird in schöner Regelmäßigkeit von Links kritisiert.
Hintergrund
Die SPD hat bei der Bundestagswahl gut 16 Prozent der Stimmen bekommen, das bis dahin schlechteste Ergebnis. Das bedeutet im Umkehrschluss, dass ihr in den nächsten Jahren aus der staatlichen Parteienfinanzierung einige Millionen Euro fehlen werden. Deshalb ist man dabei umzusteuern. Aus rund 200 Stellen im Jahr 2025 sind es zurzeit noch rund 170 geworden, und in den nächsten Jahren soll die Zahl weiter schrumpfen auf dann noch in etwa 145.
Aktuell heißt das, befristete Verträge wurden nicht verlängert, ältere Mitarbeiter erhielten Abfindungen. Unter ökonomischen Aspekten ein völlig normales Verfahren. Nicht so aber bei einer Partei, die von Arbeitgebern das fordert, was sie selbst nicht in der Lage ist gegenüber den eigenen Mitarbeitern einzuhalten. Glaubwürdigkeit sieht anders aus.



