
Über 10.000 Zuschauer bei der 11. Wetzlarer Polizeischau
Ein fröhliches, friedliches Familienfest für Groß und Klein
Ein großer Dank an alle rund 300 Akteure
Bei Kaiserwetter – am Nachmittag schon einen Tick zu warm – fand die 11. Wetzlarer Polizeischau im Stadion Wetzlar statt. Es war das größte Angebot, das bisher präsentiert werden konnte und zu einem wunderbaren Familienfest für Groß und Klein mutierte. Eltern, Großeltern mit Kindern und Enkeln waren ebenso zugegen wie Jugendliche, die gezielt bei Bundeswehr, Zoll, Polizei oder Justizministerium nachfragten, welche Karrieremöglichkeiten es dort gibt. Ein breitgefächertes Mitmachangebot für Kinder mit Geschicklichkeitsspielen, Löschübungen durch die Jugendfeuerwehr, Fahrradcodierung und Fahrradparcours. Großen Anklang fand auch das beliebte Polizei-Motorrad mit der Möglichkeit, sich darauf fotografieren zu lassen. All das gehörte wie immer zum integralen Bestandteil der Polizeischau.
Musikalisch begleitet wurde die Polizeischau vom „Neuen Schwalbacher Blasorchester“, das in absoluter Perfektion über ein breit gefächertes musikalisches Repertoire verfügte. Eine Bereicherung war auch der Spielmannszug der Feuerwehr Wetzlar, verstärkt durch befreundete Spielmannszüge, die am Nachmittag auf den Verkauf von Losen für das beliebte Entenrennen der Feuerwehr aufmerksam machten. Eine großartige Einrichtung der Feuerwehr, denn der Erlös geht in einen großen Topf, aus dem Menschen Unterstützung finden können, die einen Brandschaden erlitten haben.
Im Rahmen des Programmes gab es verschiedene Hundevorführungen, die auf große Aufmerksamkeit stießen, eröffnet von der Hundestaffel der Polizei Mittelhessen, eine Vorführung der Diensthunde der Bundespolizei sowie der Diensthunde der Justiz und zum Schluss eine Vorführung der Rettungshunde Mittelhessen. Alle top Vorführungen mit unterschiedlichen Anforderungen an großartig ausgebildete Hunde.
Großes Interesse fand auch die „Zerlegung“ oder besser gesagt die Bergung aus einem verunfallten Auto durch die Feuerwehr mit Spreizschere und anderem Material, unterstützt von Sanitätern, die Menschen bergen und retten. Gegen Ende der Veranstaltung gab es eine willkommene kühle Dusche durch den Wasserwerfer der hessischen Polizei, der 5100 Liter mitgeführtes Wasser in großem Bogen auf die Stadionfläche verteilte, sehr zur Freude vieler Kinder, aber auch mancher Erwachsener.
Highlight
Absolutes Highlight die Vorführung des Spezialeinsatzkommandos Nord aus Baunatal in Kombination mit dem Einsatz des Eurocopters der hessischen Polizei. Eine beeindruckende Vorführung von absoluten Profis mit Pyrotechnik, „Sprengsätzen“ und Überwältigung von „Kriminellen“. Moderiert wurde die Veranstaltung profimäßig von Dirk Daniels, der allerdings durch eine suboptimale Lautsprecheranlage im Stadion im hinteren Bereich der Rotasche etwas eingeschränkt war. Hier ist noch eine Optimierungsmöglichkeit seitens der Stadt.
Begrüßung
Zu Beginn konnte Pro-Polizei-Vorsitzender Hans-Jürgen Irmer gemeinsam mit seinem Vorstand in Vertretung des kurzfristig verhinderten Innenministers Professor Roman Poseck den Staatssekretär im Hessischen Innenministerium, Martin Rößler, ebenso willkommen heißen wie Oberbürgermeister Manfred Wagner, Bürgermeister Michael Hundertmark, Stadtrat Jörg Kratkey sowie die Abgeordneten aus dem Hessischen Landtag, Cirsten Kunz-Strueder und Frank Steinraths. Erstmalig dabei der neue Vorsitzende des Kreistages des Lahn-Dill-Kreises, Leo Müller. Von der großen Polizeifamilie galt der Willkommensgruß dem Leiter der Polizeidirektion Lahn-Dill, Joachim Bernard, dem Chef der Wetzlarer Polizeistation, Michael Pagel, und für die Kripo Lahn-Dill in Vertretung von Udo John Silke Bauch. Von der Bundespolizeidirektion aus Kassel waren die Herren Schade und Geißler angereist, um ihre Verbundenheit mit der Polizeischau zu bekunden.
Irmer machte in seiner kurzen Ansprache deutlich, dass diese Polizeischau, die Pro Polizei jetzt zum 11. Mal veranstaltete, dazu diene, einerseits allen Akteuren der gesamten Blaulichtfamilie die Möglichkeit der Präsentation zu geben, der Leistungsfähigkeit, der Sympathiewerbung, andererseits aber auch deutlich zu machen, dass es mehr denn je Aufgabe eines jeden Bürgers ist, nicht stillschweigend zuzuschauen, wenn Rettungskräfte im Einsatz, Bundespolizisten, Zollbeamte oder auch Polizeibeamte im Einsatz verbal und physisch angegriffen werden. Hier müsse man als Gesellschaft ein klares Stoppschild aufstellen und gleichzeitig auch an die Justiz appellieren, den vorhandenen Strafrahmen im Sinne der Inneren Sicherheit höchstmöglich auszuschöpfen. Und wo das nicht gelinge, müsse die Politik verstärkt über eine Verschärfung unterschiedlicher Gesetze nachdenken. Der Dank gehe an all die Menschen, die sich jeden Tag für die Innere Sicherheit und damit die Freiheit des Einzelnen einsetzen.
Staatssekretär Martin Rößler dankte Pro Polizei für einen überragenden Einsatz im Laufe von 30 Jahren zugunsten der Polizei und der Tatsache, bewusst Vermittler zwischen Bürger und Polizei sein zu wollen, und zugleich für ihre Präventionsarbeit, die die andere Seite der Medaille sei. Das Land Hessen wisse um die Bedeutung von Pro Polizei, sage Dank und Anerkennung, und er könne sich als Staatssekretär des Innenministeriums nur den Worten seines Vorredners anschließen, wenn es darum gehe, Polizei in all ihren Facetten zu unterstützen.
Oberbürgermeister Wagner, dem Irmer zuvor noch einmal für die Unterstützung durch die Stadt Wetzlar gedankt hatte, wies ebenfalls darauf hin, wie wichtig Sicherheitsorgane und Hilfsorganisationen aller Art seien, wenn es darum gehe, Menschen vor Schaden zu bewahren. Er ziehe deshalb seinen in der Tat aufsitzenden Hut vor der Leistung aller Akteure, Pro Polizei Wetzlar eingeschlossen.
Über den Autor

Herausgeber Wetzlar Kurier
Offizielle Eröffnung der Polizeischau in Verantwortung von Pro Polizei Wetzlar e.V.
Martin Rößler (Sts. Im HMdI)
Kaum gelandet - schon waren die Zuschauer da.
Spektakuläre Vorführung des SEK in Kombination mit dem Eurocopter
Willkommene Abkühlung – 5000 l des Wasserwerfers der hessischen Polizei

