Bayern

9000 Straftaten an Bayerns Schulen
30 Prozent unter 14 Jahre alt – hoher Ausländeranteil

Das Thema Gewalt an Schulen, Mobbing, sexuelle Nötigung, klassische Straftaten ist seit Jahren zurück in Deutschland und zunehmend im Fokus der Öffentlichkeit. Schon in den 90er Jahren war dies ein Thema, als beispielsweise die erfolgreiche AGGAS gegründet wurde, die „Arbeitsgemeinschaft gegen Gewalt an Schulen“, initiiert seinerzeit von Polizeioberkommissar Helmut Lenzer. Die dann folgende Enttabuisierung brachte zumindest in den heimischen Schulen Erfolg. Doch das ist lange her.

Wenn jetzt ausgerechnet das bayerische Landeskriminalamt darüber berichten musste, dass im letzten Jahr rund 9000 Straftaten an Bayerns Schulen registriert wurden, ausgerechnet Bayern, das einen hohen Sicherheitsstandard besitzt, dann muss einem das hellhörig werden lassen. Zu verzeichnen waren rund 2750 Fälle von Körperverletzungen, 710 Fälle von Gewaltkriminalität, 150 Fälle von Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung und anderes mehr. Rund 30 Prozent der Täter waren jünger als 14 Jahre, rund 30 Prozent zwischen 14 und 18. Der formale Anteil der Ausländer lag bei etwa 35 Prozent. Würde man Migrationshintergrund und Doppelpass hinzuzählen, diskutiert man über eine Größenordnung von vermutlich ca. 60 bis 70 Prozent. Aber das wird bewusst (?) nicht erfasst.

Auspeitschung in Memmingen

Die Spitze des Eisberges, „Tichys Einblick“ berichtete darüber, war aktuell der Fall eines 12-Jährigen, selbst mit Migrationshintergrund, der von einem Afghanen und einem Syrer, beide jeweils 13 Jahre alt, ausgepeitscht und sexuell genötigt wurde.

Alter für Strafmündigkeit heruntersetzen

Es gibt nicht wenige Experten, die fordern, dass man die Strafmündigkeit, wie zum Beispiel in Schweden, heruntersetzen muss, um Auswüchsen rechtzeitig durch entsprechende pädagogische Maßnahmen zu begegnen. Ob es sich um einen Jugendknast handelt oder einen verlängerten Jugendarrest oder andere Maßnahmen sei dahingestellt. Aber auch diese Kinder/Jugendlichen, die aus sehr patriarchalischen Strukturen stammen, wie Ahmed Mansour formulierte, müssen wissen, dass ihr Tun Folgen hat. Im Übrigen sind auch die Eltern in Strafüberlegungen intensiv einzubeziehen. Es gibt in Deutschland durchaus Fälle von Großfamilien, die gezielt derzeit strafunmündige Kinder für Straftaten einsetzen, um so das Familieneinkommen „zu verbessern“. Häufig ist es fahrendes Volk, natürlich nicht nur.

Hochrechnungen dürften erschütternd sein

Wenn man die bayerischen Zahlen auf Deutschland bezogen hochrechnet, dürfte man bei 16 Bundesländern zu einer Größenordnung von Straftaten kommen, die bei ca. 100.000 liegen dürften. Es sind erschütternde Zahlen, die leider sehr viel mit Migration zu tun haben.

Häufig genug im Übrigen nicht erfasst, Straftaten, Einschüchterungsversuche, die sich auf Seele und Psyche von Kindern auswirken. Auch hier gilt die Forderung nicht nur nach der Strenge des Gesetzes, sondern auch die nach zwingender Einbindung von Eltern, die offensichtlich ihrer erzieherischen Verantwortung in Teilen auch nicht ansatzweise nachkommen.

Über den Autor

Hans-Jürgen Irmer
Hans-Jürgen Irmer
Herausgeber Wetzlar Kurier
Aktuelle Ausgabe8/2026