Büroleiter nach Berlin „entsorgt“?

Steuerzahlerbund kritisiert Frankfurts
SPD-Oberbürgermeister Feldmann

Auf völliges Unverständnis stößt bei vielen die Entscheidung des Frankfurter SPD-Oberbürgermeisters Peter Feldmann, seinen bisherigen Büroleiter Martin Wimmer, auf Kosten der Steuerzahler nach Berlin zu entsenden. Zur Begründung führte Feldmann an, Frankfurt benötige in Berlin eine angemessene Repräsentanz. Eine mindestens interessante Einschätzung, dürfte es doch bundesweit vermutlich einmalig sein, dass eine Großstadt einen eigenen Beauftragten in der Bundeshauptstadt hat.

Feldmann versprach, die Kosten für ein Büro am Potsdamer Platz gering zu halten und sprach von „lediglich um die rund 7000 Euro“ für Büroräumlichkeiten. Hessens Ministerin für Bundes- und Europaangelegenheiten, Lucia Puttrich (CDU), bot Feldmann daraufhin an, dass sein Vertreter in der Landesvertretung von Hessen, die nur drei Minuten vom Potsdamer Platz entfernt liegt, ein Büro beziehen könne.

Der Steuerzahlerbund Hessens hat die Entscheidung Feldmanns scharf kritisiert. Die Gehaltskosten in Höhe von 100.000 Euro stünden in keinem angemessenen Verhältnis zum Ertrag. Selbst in den eigenen Reihen soll das Verhalten des SPD-Oberbürgermeisters auf Kritik gestoßen sein. Die hessische Landesvertretung in Berlin leistet von jeher eine exzellente Arbeit für alle Regionen, Städte und Gemeinden des Bundeslandes Hessen.

Aktuelle Ausgabe12/2018