Polizeiliche Kriminalstatistik

29.000 Messerangriffe im letzten Jahr
Kinderkriminalität steigt

Formal erfreulich, dass die Zahl der Straftaten im letzten Jahr auf rund 5,5 Millionen gesunken ist. Ein Minus von 5,6 Prozent. Schaut man sich die Hintergründe an, wird aber schnell klar, dass der größte Teil des Rückganges darauf zurückzuführen ist, dass Cannabis im April 2024 de facto legalisiert wurde. Dies ergibt sich aus der Polizeilichen Kriminalstatistik (PKS), die Innenminister Dobrindt (CSU) kürzlich vorstellte. Die Aufklärungsquote ist bei 57,9 Prozent stabil. Bei der Gewaltkriminalität ist insgesamt ein leichter Rückgang zu verzeichnen, aber bei schweren Taten geht die Entwicklung in die entgegengesetzte Richtung.

6,5 Prozent mehr Fälle von Mord und Totschlag

Leider ist die Zahl der Fälle von Mord und Totschlag um 6,5 Prozent gestiegen. Der Anstieg bei Vergewaltigungen und besonders schweren sexuellen Übergriffen lag bei 8,5 Prozent. Auch der sexuelle Missbrauch von Kindern nahm zu. Besonders problematisch, die Zahl der Kinder, die kriminell auffallend werden, steigt weiter, Anstieg 3,3 Prozent. Im letzten Jahr hat es darüber hinaus rund 29.000 Messerangriffe in Bussen, Bahnen, auf öffentlichen Plätzen und wo auch immer gegeben.

Ausländeranteil überproportional

Bei einem Blick auf die Tatverdächtigen muss man der Wahrheit ins Auge sehen. Gemessen an der sogenannten Tatverdächtigenbelastungszahl (TVBZ), also Tatverdächtigen pro 100.000 Einwohner, liegt die Belastung nichtdeutscher Tatverdächtiger in allen Altersgruppen mindestens doppelt so hoch wie bei der deutschen Bevölkerung. Bei den jungen Männern lag die TVBZ der Nichtdeutschen bei 13.811, bei den deutschen Vergleichspersonen bei 6118. Bei der Gewaltkriminalität liegt die TVBZ der nichtdeutschen Tatverdächtigen bei 628, die der deutschen bei 158.

Wo kommen die Täter her?

In absoluten Zahlen kommen die meisten Täter aus der Türkei mit gut 79.000. Es folgen die Syrer mit knapp 77.000, die Rumänen mit 65.500, Ukrainer mit 56.000, Polen 45.000 und Afghanen 40.500.

Abschiebung bei Kriminalität nötig

Es war ein bundesdeutscher Kanzler namens Gerhard Schröder (SPD), der einmal öffentlich werbewirksam erklärte, „wer in Deutschland straffällig wird als Ausländer fliegt“. Das waren Zeiten, als die Sozialdemokraten noch bei deutlich über 30 Prozent lagen. Geschehen ist seitdem relativ wenig. Die jetzige Bundesregierung unter Bundesinnenminister Dobrindt versucht kräftig in diese Richtung etwas zu erreichen. Viele vernünftige Vorschläge werden allerdings je nach Zuständigkeit teilweise vom Bundesrat, teilweise vom Koalitionspartner SPD abgeblockt.

Hätte man die Forderung von Ex-Kanzler Schröder vor über 20 Jahren in die Tat umgesetzt, viele Menschen würden noch leben, viele Menschen wären nicht Opfer einer Straftat geworden, viele Menschen würden nicht teilweise lebenslang unter den Folgen unterschiedlichster Attacken leiden.

Über den Autor

Hans-Jürgen Irmer
Hans-Jürgen Irmer
Herausgeber Wetzlar Kurier

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