Deutsch-Österreichische Gesellschaft Wetzlar

Überaus gelungene Jubiläumsfahrt nach Schladming

Diese Jubiläumsfahrt der DÖG war nicht die erste nach Schladming und es wird auch nicht die letzte gewesen sein, aber diese 5-Tages-Tour mit zwei Musikabenden und fröhlicher Stimmung, harmonischem Miteinander, interessantem Programm und guten Gesprächen wird sicherlich noch eine Zeitlang nachhallen.

Über 50 Mitglieder der DÖG hatten sich auf die Ausschreibung beworben, die im Grunde genommen innerhalb eines guten Tages ausgebucht war, weil man weiß, dass die DÖG-Fahrten nicht nur ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis bieten, sondern auch immer gut organisiert sind. Ein Dank an den gesamten Vorstand für diese Vorbereitung.

Los ging es am Mittwoch, dem 20.5. um 6 Uhr wie immer mit einem Reisebus der Firma Gimmler und Fahrer Uwe Schönherr, der schon häufig ebenso wie sein Bruder Frank mit der DÖG, aber auch Pro Polizei unterwegs war und der sein Handwerk exzellent beherrscht. Wie geplant kam die Reisegruppe gegen 15 Uhr in Schladming an. In der ersten gesetzlich vorgeschriebenen großen Pause hatte DÖG-Mitglied Fritz Kegel mit Wildwürstchen und Bauernbrot für eine Stärkung gesorgt. Zusätzliche Nervennahrung kam von Vorstandsmitglied Randy Moritz, die kleine Tüten mit selbstgebackenen Plätzchen verteilte.

Empfang im Landauerhof

Um 17 Uhr gab es im Hotel Vitaler Landauerhof, Chefin ist Bruni Graf, den von der Stadtgemeinde Schladming ausgerichteten klassischen Empfang mit Bürgermeister Hermann Trinker an der Spitze, Vizebürgermeisterin Maria Drechsler und Vizebürgermeister Lukas Seyfried sowie Gemeindevertretern wie Nora Pickl, Fredi Trinker, der auch den Lions-Club Schladming vertrat, ebenso wie Norbert Bergmüller. Einen Tag später nahmen Astrid Warnke und Hansjörg Stocker, Ehrenmitglied der DÖG, am Hüttenabend auf der Planai in der Schladminger Hütte teil, da die beiden an diesem Termin verhindert waren.

Bürgermeister Trinker

Bürgermeister Trinker dankte der DÖG für das seit Jahren gezeigte Engagement, die Partnerschaft zwischen Wetzlar und Schladming mit intensivem Leben zu erfüllen. Zu erwähnen seien die „Steirer-Bälle, die große Gala am 19. September, zu der man mit großer Delegation anreisen werde, oder die DÖG-Stammtische in Schladming in der Regel unter Verantwortung von Vorstandsmitglied Alexandra Berghäuser. Er erinnerte daran, dass die DÖG beschlossen hatte, Fahrten von Jugendgruppen, von Schulklassen nach Schladming mit 1000 Euro pro Klasse/Gruppe finanziell unterstützen zu wollen. All das sei Ausdruck eines außergewöhnlichen Engagements, und dafür wolle er dem gesamten DÖG-Vorstandsteam und der DÖG insgesamt herzlich danken, so Trinker abschließend.

DÖG-Präsident Hans-Jürgen Irmer bedankte sich einerseits für die Gastfreundschaft im Landauerhof. Bruni Graf führe das Vitalhotel mit unglaublich großem persönlichem Engagement, viel Empathie und Herzblut. Das merke man an jeder Stelle. DÖG-Schatzmeister Peter Wenzel war im Landauerhof historisch gesehen auf den Spuren seines Vaters Heinz Wenzel, langjähriger VdK-Kreisvorsitzender in Wetzlar, Mitbegründer der Partnerschaft, die aus der Zusammenarbeit zwischen VdK und Österreichischem Kameradschaftsbund (ÖKB) vor über 60 Jahren entstanden war. Erste Anlaufstelle damals der Landauerhof in Untertal.

Wenn am 19.9., so Irmer, die DÖG in Form eines Galaabends ihren 40. Geburtstag in der Stadthalle begeht, freue man sich sehr darüber, dass die Schladminger Freunde mit einigen Vereinsvertretern kommen. Sobald man wisse, welche Vereine kommen, werde man versuchen, von Wetzlarer Seite aus das entsprechende Pendant vereinsmäßig zu finden, um auch verstärkt Vereine zusammenzuführen, denn eine Städtepartnerschaft lebe nicht nur von den Besuchen der Funktionäre und offiziellen Vertretern einer Stadt. Das sei wichtig. Aber sie lebe vor allem auch durch den Austausch von Menschen, ob privat oder durch die Vereine.

Schloss Trautenfels und Hüttenabend

Am zweiten Tag ging es zum Schloss Trautenfels, ein wunderbar restauriertes Schloss aus dem Mittelalter mit wechselnden Eigentümern. Jetzt aber weitestgehend in öffentlicher Hand, hervorragend saniert mit wechselnden Ausstellungen. In diesem Jahr zum Thema Blume, Schwerpunkt Narzisse. Es war schon erstaunlich, was man alles darüber erfahren konnte, zumal es in der Region traditionell große Narzissenfeste gibt.

Von dort ging es zum Steirischen Bodensee. Ein leichter, kleiner Rundweg von einer halben Stunde, wunderbar eingebettet in die Berge. Im Restaurant „Forellenhof“, das seinem Namen alle Ehre machte, konnte man eine Kleinigkeit zu sich nehmen.

Am Abend ging es zum traditionellen Hüttenabend mit den klassischen „Hüttenpfanderln“ und musikalischer Begleitung. Fritz Gerhardter, der die Hütte über Jahrzehnte hervorragend betreut hatte, hat den Staffelstab weitergegeben an Andreas Weichsel, der mit seinem Team die Hütte phantastisch erweitert, aber das Bewährte übernommen hat. Auf 1850 Meter Höhe und entsprechender Musik kam schnell Stimmung auf.

Am nächsten Tag rief der Bauernmarkt auf dem Wetzlarer Platz. Wer wollte konnte dorthin laufen oder den Bus nehmen. Anschließend nach langer Pause wieder einmal eine Fahrt zum Lodenwalker. Die älteste Lodenwalke Österreichs seit weit über 500 Jahren, zeigte in der Produktion, worauf es ankommt, qualitativ hochwertigste Waren herzustellen, und manch einer nutzte die Gelegenheit zum Einkauf.

Altausseer See

Am Freitagabend wartete auf die Teilnehmer nicht nur ein phantastisches Essen im Hotel, sondern auch erneut eine musikalische Untermalung, für die Bruni Graf eigens einen hervorragenden Alleinunterhalter engagiert hatte, der es verstand, nicht nur zum Mitsingen zu animieren, sondern auch zum Tanzen. Da war es natürlich gut, dass am Samstag die Abfahrt zum Altausseer See erst um 9.30 Uhr startete. Eine schöne Wanderung in herrlichster Landschaft mit Blick auf die Rückseite des Dachsteins bei Kaiserwetter mit blitzender Sonne auf den schneebedeckten Hängen auf knapp 3000 Meter Höhe.

Wer wollte konnte bis zum Jagdhaus Seewiese laufen, eine idyllische Tour entlang des Sees. Alternativ konnte man vom Altausseer See mit einem Elektroboot zur Anlegestelle „Seewiese“. Es blieb immer noch genügend Zeit für Freizeitangebote. Ein harmonischer Abend bei guten Getränken, netten Gesprächen und entsprechendem Essen rundete diese Jubiläumsfahrt der DÖG ab.

Über den Autor

Hans-Jürgen Irmer
Hans-Jürgen Irmer
Herausgeber Wetzlar Kurier

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