Berlin

Vergewaltigung im Jugendclub vertuscht,
weil arabischstämmige Jugendliche
geschützt werden sollten

Wohin der woke Irrsinn von Gutmenschen in der Lebenswirklichkeit führen kann, zeigt sich jetzt u.a. an einem Beispiel in einem Jugendclub in Berlin-Neukölln. Menschen, die offensichtlich der Auffassung sind, dass Minderheiten, und gemeint sind hier in der Regel muslimische Minderheiten, zu schützen sind, setzen sich über geltendes Recht hinweg.

Was war geschehen?

Im Jugendclub Wutzkyallee gab es im November letzten Jahres nachgewiesene Vorfälle, wonach eine 16-jährige türkische Kurdin von einer Gruppe von Jungs vergewaltigt wurde. Das Ganze gefilmt, Erpressung folgend mit der Drohung, man werde das Video den Eltern zeigen. Gleichzeitig forderte man, dass die 14-jährige Schwester künftig auch zur Verfügung stehe. Es handelte sich um acht Jungen zwischen 15 und 19 Jahre alt, alle muslimisch- und arabischstämmig.

Mitarbeiterinnen leiteten ihre Erkenntnisse an die Dienstvorgesetzte Behörde, an die Leitung des Jugendclubs, die Mitarbeiter des Neuköllner Jugendamtes und die Leiterin des Jugendamtes weiter. Statt sofort zur Polizei zu gehen, beschlossen sie, den Mund zu halten, weil sie eine sogenannte „Stigmatisierung“ von arabischen Tatverdächtigen befürchteten und die muslimischen Jungen bereits genug im Visier der Polizei stehen würden. Man möchte einen Generalverdacht verhindern.

Statt effektiver Hilfe und Anzeige gab es ein sogenanntes Codewort, mit dem man, falls erneute Belästigungen oder Vergewaltigungen vorkommen, Hilfe hätte holen können. Strafanzeige wurde schließlich vom Vater erstattet, nachdem die 16-Jährige in ihrer größten Not sich ihm offenbart hatte.

Aufklärung gefordert

Wie immer werden nach solchen Vorfällen Forderungen nach Aufklärung laut. Das Bezirksamt erklärte, man habe keine Anzeige erstattet, weil man nicht gewusst habe, wie die Tatbeteiligten heißen. Unfassbar. Die zuständige Stadträtin Sarah Nagel von der SED/Linkspartei erklärte, dass es keinerlei Versuche gegeben habe, die Vorwürfe zu vertuschen. Wer so argumentiert, ist selbst ein Fall für den Rücktritt. Man fügte hinzu, dass nach heutigem Kenntnisstand das Verhalten des Jugendamtes falsch gewesen sei. Spätestens hier fragt man sich, nach welchem denkbarem Kenntnisstand ist die Vertuschung einer Vergewaltigung nicht falsch?

Vor dem Gesetz sind alle gleich

Ein demokratischer Staat, so hat es Harald Martenstein in der „Welt am Sonntag“ formuliert, habe keine Unterschiede zu machen. Alle seien gleich vor dem Gesetz. Einen Vergewaltiger nicht anzuzeigen, weil er Moslem sei, komme einer Kriegserklärung an die Prinzipien des Rechtstaates gleich.

Ähnlicher Fall in Niedersachsen

Parallel dazu ermittelt die Staatsanwaltschaft in Stade nach einem Vorfall in einem Jugendzentrum gegen drei Minderjährige mit Migrationshintergrund, die eine 14-Jährige missbraucht haben sollen und Videoaufnahmen veröffentlichten. Nach Aussage der Familie habe man keine Hilfe von der Gemeinde bekommen, und das, obwohl der Vorfall aus der Mitte des vergangenen Jahres stamme. Vielleicht ist auch hier die Vermutung nicht ganz falsch, dass man auch dort aus ideologischen Gründen von einer Strafanzeige abgesehen hat.

Wenn eine Behörde, grundsätzlich gesprochen, derart handelt, so zerstört sie das Vertrauen in den Rechtstaat. Jede einzelne Straftat, die zur Kenntnis gelangt, muss verfolgt werden, und zwar ohne Ansehen und Rücksicht auf Person, Religion oder Herkunft des Täters.

Über den Autor

Hans-Jürgen Irmer
Hans-Jürgen Irmer
Herausgeber Wetzlar Kurier
Aktuelle Ausgabe6/2026