Kriminalität in Berlin
1119 Fälle von Schusswaffengebrauch –
ein Plus von 68 Prozent
Insgesamt ist die Zahl der erfassten Straftaten in Berlin auf rund 503.000 etwas gesunken. Aber es gibt einige Phänomene, die besonders besorgniserregend sind.
So ist die Schusswaffenkriminalität massiv gestiegen. Im letzten Jahr waren es 1119 Fälle, 68 Prozent mehr als im Jahr 2024. Die Zahl der Wohnungseinbrüche stieg um 24,5 Prozent, die Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung, u.a. Vergewaltigung, um 15,7 Prozent, und die Zahl der Fälle von Mord und Totschlag um 41 Prozent. 89 Tatverdächtige wurden ermittelt. 79 davon waren männlich, 54 der Tatverdächtigen hatten nicht die deutsche Staatsangehörigkeit. Die Zahl der Tatverdächtigen mit Migrationshintergrund ist dort nicht enthalten. Würde man diese addieren, wäre der Anteil noch deutlich höher.
Hessen deutlich besser
Wenn man überlegt, dass Berlin annähernd 4 Millionen Einwohner hat und auf rund 503.000 Straftaten kommt, Hessen über 6 Millionen Einwohner bei ca. 380.000 erfassten Straftaten, dann wird allein aus diesen Zahlen deutlich, dass Hessen gemessen an Berlin erfreulicherweise deutlich sicherer ist. Das liegt bei allen Problemen, die es bei jeder Statistik gibt, auch daran, dass objektiv die Ausstattung der hessischen Polizei in den letzten knapp 30 Jahren deutlich verbessert wurde. Die Aufklärungsquote ist von 1996, damals lag sie bei ca. 45 Prozent, auf heute in der Regel deutlich über 60 Prozent angestiegen. Es schwankt zwischen 61 und ca. 68 Prozent. Das kann sich prinzipiell sehen lassen.



