Heilige Einfalt

Weiter so, Frau Esken (SPD)

Man weiß wirklich nicht mehr, was man sagen soll, wenn man hört, dass die langjährige SPD-Bundesvorsitzende Saskia Esken im Deutschen Bundestag vor wenigen Wochen erklärt hat, es gebe keinerlei (!!!) Zusammenhang zwischen Migration und dem Gewaltproblem. Seit Jahren berichten selbst linksliberale Medien, wenn auch in vornehmender Zurückhaltung, von zunehmender Messergewalt. 80 Angriffe am Tag, ein Zustand, den es praktisch vor dem Jahr 2015 gar nicht gab.

Seit Jahren müssen Karnevalsumzüge, Weihnachtsmärkte, das Weinfest in Wetzlar mit Pollern geschützt werden. Vor wem eigentlich, Frau Esken? Seit Jahren berichten zunehmend Schüler und Lehrer über unhaltbare Zustände in ihren Schulen, über religiös bedingtes Mobbing gegenüber christlichen Schülern. Das Bundeskriminalamt erklärt öffentlich, dass die Ausländergewalt in Deutschland überproportional hoch ist. Und Frau Esken erklärt, alle genannten Phänomene hätten mit Migration nichts zu tun.

Ist das nur Naivität? Ist das noch Naivität? Ist es einfach nur Dummheit? Ist es die Flucht vor der Realität, der Lebenswirklichkeit oder der gezielte Versuch, die Menschen für dumm zu verkaufen? Die Antwort darauf kann vermutlich nur Saskia Esken geben. Aber wer solche Führungsfiguren in den eigenen Reihen hat, der muss sich nicht wundern, wenn die SPD weiter auf dem Weg zur Sekte ist.

Über den Autor

Hans-Jürgen Irmer
Hans-Jürgen Irmer
Herausgeber Wetzlar Kurier
Aktuelle Ausgabe5/2026