JU Hessen begrüßt Aufnahme des Wolfs ins Jagdrecht

Die Junge Union (JU) Hessen begrüßt die Entscheidung von Bundestag und Bundesrat, den Wolf in das Bundesjagdgesetz aufzunehmen. Nachdem die Europäische Union zuvor den Schutzstatus des Wolfs abgesenkt hatte, hat nun auch der Bund die notwendigen rechtlichen Voraussetzungen geschaffen, um eine Bejagung zu ermöglichen.

 

„Den Wolf jetzt bejagen, statt später zu bereuen“ – mit dieser Leitlinie warb die CDU Hessen unter ihrem Landesvorsitzenden und Ministerpräsident Boris Rhein. Die Jungpolitiker bedanken sich insbesondere bei ihrem ehemaligen JU-Landesvorsitzenden und heutigen hessischen Minister für Landwirtschaft und Umwelt, Weinbau, Forsten, Jagd und Heimat, Ingmar Jung. Dieser habe frühzeitig die Aufnahme des Wolfs in das hessische Jagdrecht vorangetrieben und sich auf Bundesebene erfolgreich für die notwendigen rechtlichen Änderungen eingesetzt. „Es ist sehr erfreulich, dass sich der jahrelange Einsatz für eine sachorientierte und weniger ideologisch geprägte Wolfspolitik nun auszahlt“, erklärt Lisa Schäfer, Referentin für Landwirtschaft, Forsten, Umwelt und ländlicher Raum im Landesvorstand der JU Hessen. Zugleich sei es konsequent und richtig, dass die CDU ihr Wahlversprechen zur Regulierung des Wolfsbestandes eingelöst habe. Nun komme es darauf an, die neuen gesetzlichen Möglichkeiten auf Landesebene zügig und entschlossen in die Praxis zu überführen.

 

Durch die Neuregelung erhalten die Länder künftig die Möglichkeit, ein regional angepasstes Bestandsmanagement einzuführen – überall dort, wo es der Erhaltungszustand der Wolfspopulation zulässt oder der Schutz von Weidetieren dies erforderlich macht. Insbesondere in Fällen, in denen Wölfe bestehende Schutzmaßnahmen überwinden und Nutztiere wie Schafe, Pferde oder Rinder reißen, werden gezielte Entnahmen ermöglicht.

 

Für die JU Hessen ist entscheidend, dass die neuen gesetzlichen Möglichkeiten nun ausgeschöpft werden. Dazu gehören laut dem Politiknachwuchs die unverzügliche Umsetzung der Schadwolfentnahme, die zügige Erarbeitung wirksamer Managementpläne sowie die klare Abgrenzung von Weidegebieten, in denen ein wolfsfreier Status notwendig ist. Die Weidetierhaltung dürfe nicht länger benachteiligt werden. Zudem spricht sich die JU Hessen dafür aus, im Rahmen der Managementpläne auch Mindestentnahmequoten zu prüfen, um eine nachhaltige Regulierung der Wolfspopulation sicherzustellen. Ziel müsse es sein, eine dauerhafte Balance zwischen Artenschutz und dem Schutz der Weidetierhaltung zu gewährleisten. „Denn jeder Abschuss bedeutet auch ein Plus an Sicherheit für unsere Weidetiere“, betont Schäfer abschließend.

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Lisa Schäfer
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Aktuelle Ausgabe04.06.