Das ZDF hat mal wieder „zugeschlagen“
Islam gut, Kirche böse?

Über die Einseitigkeit der Öffentlich-Rechtlichen, insbesondere ARD und ZDF, ist schon häufiger berichtet worden. Aktuelles Beispiel einmal mehr das ZDF, das wieder einmal „zugeschlagen“ hat. Es geht um die ZDF-Kindernachrichtensendung „Logo“, die sich am 19.3. mit dem Thema Religion befasste. Es war dies das Ende des Fastenmonats Ramadan, und es wurde ein positives Bild des Islam gezeichnet. Gezeigt wurden fröhliche Familienfeiern, die Verschenkung von Süßigkeiten, Mädchen in Pakistan, die sich schön schmücken usw.

Das christliche Spektrum „idea“ hat darüber berichtet und angemerkt, wenn dieser Beitrag alleine für sich gestanden hätte, hätte man das noch hinnehmen können, obwohl es keinen Hinweis darauf gab, dass bis heute in den Moscheen getrennte Beträume sind, dass zum Teil Kinder schon gezwungen werden, das Kopftuch zu tragen, dass die Rolle der Frau im Islam eine völlig andere ist als im Christentum, nämlich dem Mann untertan zu sein, und vieles andere mehr.

Programmbeschwerde eingereicht

Thorsten Alsleben, Geschäftsführer der „Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft“, langjähriger Korrespondent im ZDF-Hauptstadtstudio, reichte jetzt Programmbeschwerde ein, über die der Fernsehrat entscheiden muss. Nach seiner Auffassung liege hier ein eindeutiger Verstoß gegen die ZDF-Programmrichtlinien vor, wonach „Achtung gegenüber religiösen Überzeugungen“ zwingend vorgegeben ist. Anlass dieser Klage war der unmittelbar folgende Bericht über die christlichen Kirchen, der das Gegenteil von fröhlichen Menschen symbolisierte. Abschreckende Bildersprache, historische Höllenzeichnungen und Bilder vom Ablasshandel sowie der Hinweis, dass die Menschen damals richtig Angst hatten, dass Gott sie in die Hölle schicken würde, wenn sie sich nicht an die religiösen Regeln hielten. Außerdem die Aussage, dass Kirchenleute in den letzten Jahrzehnten richtig schlimme Fehler gemacht hätten, was in Teilen objektiv natürlich richtig ist. Zum Abschluss, so Alsleben, seien drei christliche Geistliche mit den Überschriften „Fehler“, „Verbrechen“ und „nicht modern“ gezeigt worden.

Kurzum, das klassische Kontrastprogramm. Auch nicht ansatzweise der Versuch der Differenzierung, kein Hinweis auf das große soziale Engagement der Kirchen, kein Hinweis auf die Verkündung der frohen Botschaft, die ja angesichts des nahenden Osterfestes besonders angebracht wäre.

Katholische Kirche protestiert

Evangelische Kirche schweigt

Der Pressesprecher der Katholischen Deutschen Bischofskonferenz hat diese Einseitigkeit scharf kritisiert, die sich darin zeigte, dass auf der einen Seite die Verteilung von Süßigkeiten im Islam gezeigt wurde und auf der anderen Seite die Qualen in der Hölle im Christentum. Es wäre interessant zu erfahren und eine Studie wert, was solche Bilder mit Kinderseelen machen. Die Evangelische Kirche erklärte auf Anfrage von „idea“ lediglich, dass man mit den Sendern kontinuierlich in einem kritischen Austausch stehe. So weit, so schlecht.

ZDF räumt Fehler ein

Immerhin hat aufgrund der Proteste das ZDF einen Fehler eingeräumt, allerdings nur einen formalen, in dem man darauf hinwies, man hätte den Beitrag über das Christentum nicht im Anschluss an den Beitrag über den friedlich, fröhlichen, freundlichen Islam bringen sollen. Inhaltlich hat sich das ZDF zum von der Katholischen Kirche kritisierten Beitrag nicht (!) geäußert. Das spricht für sich. Und wer hier an Zufall glaubt, der ist hoffnungslos naiv.

Aktuelle Ausgabe5/2026