Schweigen zu den Hinrichtungen
ist ein grünes Licht für das Regime

In den vergangenen Tagen hat das Regime eine neue Welle politischer Hinrichtungen begonnen. Besonders erschütternd ist, dass innerhalb von nur 24 Stunden (30./31. März) vier bekannte politische Gefangene hingerichtet wurden: Akbar Daneshvarkar (58), Mohammad Taghavi (59), Babak Alipour (34) und Pouya Ghobadi (33).

Am 2. April wurde der 18-jährige Amirhossein Hatami, der bei den Bürgerprotesten im Januar 2026 festgenommen worden war, hingerichtet. Er soll zu einer Gruppe gehört haben, die in einen „militärisch klassifizierten Standort“ der paramilitärischen Basidsch-Miliz in Teheran eingedrungen sein und dort Feuer gelegt haben soll. Hatami sei zu einem Geständnis gezwungen worden, sagen Menscherenchtsorganisationen.

Die Justiz des iranischen Regimes hat Anfang der Woche angekündigt, die Todesstrafe künftig für mehr Delikte als bisher „ohne Gnade und Nachsicht“ zu vollstrecken. Neben Spionage für „feindliche Staaten“ sollen künftig auch Terrorhandlungen, die Zerstörung staatlicher Einrichtungen sowie Taten, die „Angst und Schrecken“ in der Bevölkerung auslösen, mit der Todesstrafe geahndet werden.

Deutschland und Europa müssen ihr Schweigen brechen – jetzt handeln gegen politische Hinrichtungen.

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Aktuelle Ausgabe5/2026