Linkspolitiker verurteilt

Für Besitz von 4000 Kinderpornobildern – 1000 Euro Strafe
ZDF/ARD Zwangsgebühren verweigert – Haftstrafe

Boris Reitschuster hat kürzlich auf ein aus seiner Sicht völliges Missverhältnis von Strafen in Deutschland aufmerksam gemacht. Ein ehemaliger Thüringer Landtagsabgeordneter der SED/Linkspartei hatte auf seinen Rechnern 4000 Kinderpornobilder. 4000-mal unsägliches Leid. Die Beweislage war erdrückend. Er musste es zugeben. Seine Strafe? Neun Monate auf Bewährung (!) sowie eine „Geldauflage“ von lächerlichen 1000 Euro.

Auf der anderen Seite der Fall von Georg Thiel, der sich weigerte, die Zwangsgebühren für den Öffentlich-Rechtlichen Rundfunk wegen fehlender Ausgewogenheit zu zahlen. In letzter Konsequenz saß er dafür mehrere Monate im Gefängnis. Ein krasses Missverhältnis, denn wer so pervers ist, verletzte Kinderseelen in Kauf nimmt, sich an nackten Kindern ergötzt, der hat keine Bewährung verdient. Im Übrigen ging das Ganze medial zumindest relativ geräuschlos über die Bühne. Stellen Sie sich, liebe Leserinnen und Leser, vor, der Ex-Abgeordnete wäre ein ehemaliger Abgeordneter der AfD gewesen. Die Berichterstattung darüber hätte einen Spitzenplatz in den Nachrichten von ARD und ZDF eingenommen. Ein weiterer Fall von unterschiedlicher medialer Betrachtung.

Über den Autor

Hans-Jürgen Irmer
Hans-Jürgen Irmer
Herausgeber Wetzlar Kurier
Aktuelle Ausgabe5/2026