Verkehrte Welt

Rot-Rot-Grün setzt sich für linksextremen Schläger ein –
Kein Wort zu den Opfern!

In den Medien machte in den letzten Wochen der Fall von Simeon T. Schlagzeilen. Was war geschehen? Im Februar 2023 kam es in Budapest zu mehreren Angriffen aus dem linksextremistischen Spektrum. Laut Anklage war die sogenannte Hammerbande, der Simeon T. angehören soll, an mindestens vier Fällen beteiligt. Gefasst wurde er im Dezember 2023 in Berlin. Am 28.6.2024 wurde er nach Ungarn ausgeliefert vor (!) einer Eilentscheidung des Bundesverfassungsgerichts, wonach die Überstellung verfassungswidrig sei.

Diese sogenannte Hammerbande hatte sich Menschen ausgesucht, von denen sie der Auffassung waren, es handele sich um Rechte oder Rechtsextreme. Mit Schlagstöcken und Hammer wurde auf einige so fest eingeschlagen, dass sie multiple Gesichts- und Schädelfrakturen erlitten und massiv verletzt wurden. In Ungarn drohen ihm bis zu 24 Jahre Haft.

Aus Simenon wird Maja

Vor ca. einem Jahr hat Simeon T. sein Geschlecht gewechselt. Er bezeichnete sich ab sofort als Maja und non-binär. Einsicht in die Strafbarkeit von Gewalt ist bei ihm nicht unbedingt zu erkennen. Berufsbezeichnung Antifaschist bzw. er erklärte sie sei eine „Antifaschistin“. Der Staat sei faschistisch und die Justiz leugne ihre nicht-binäre Identität.

Rot-Rot-Grüne Solidarität

Drei Abgeordnete der genannten Parteien haben jetzt öffentlich gefordert, dass er nach Deutschland überführt wird. Katrin Göring-Eckardt (Grüne) besuchte ihn, forderte das Gleiche wie auch der Abgeordnete der SED/Linksfraktion Kocak, der Simeon T. als „linke Aktivistin“ bezeichnete. Antifaschismus sei schließlich kein Verbrechen. Mit anderen Worten, Gewalt gegen Andersdenkende wird hier legitimiert.

Kein Wort zu den Opfern

Kein Wort zu den Opfern, die teilweise ihr Leben lang unter den Angriffen zumindest psychologisch, teilweise auch körperlich leiden. Keine Genesungswünsche, selektive Empathie, und ein Kommentar an die Adresse der Grünen fragte, ob sie die Person auch besucht hätte, wenn diese mit dem Hammer auf Grüne losgegangen wäre? Und ein anderer twitterte: Wenn du „Schwachkopf“ twitterst, wollen die Grüne dich in den Knast stecken. Wenn du Linksextremist bist, bringen sie dir Kuchen.

Linksextreme Szene rüstet auf

In der Zwischenzeit ist der Protest in der linksradikalen Szene angewachsen. Es kam zu Hausbesetzungen, Blockaden, Stürmung des Balkons der CDU-Zentrale, Blockade des ZDF-Hauptstadtstudios, Einbruch in das Büro des CSU-Abgeordneten Ludwig und anderes mehr.

Pfarrer solidarisieren sich mit Linksextremen

Es ist dem christlichen „ideaSpektrum“ zu verdanken, dass es darauf hinwies und öffentlich machte, dass vier Vertreter der Evangelischen Kirche Mitteldeutschland (EKM) sinnigerweise auf der Internetseite „Budapest Antifascist Solidarity Committee“ die Bundesregierung auffordern, Simeon T. nach Deutschland zu holen. Ein Beweis einmal mehr dafür, wie sich Kirchenfürsten vor allem der evangelischen Kirche zumindest in Teilen grüner als die Grünen geben.

Gewalt darf nie (!) ein Mittel sein

Es ist bezeichnend für die Verrohung in diesem Staat, dass Linksradikale sich für einen linksextremen Schläger öffentlich einsetzen, der nicht ertragen konnte, dass es Menschen mit anderen Auffassungen gibt, und zwar unabhängig davon, ob man diese Auffassung teilt oder nicht. Man stelle sich vor, ein AfD-Schlägertrupp hätte eine Gruppe von sogenannten „Antifaschisten“ überfallen und schwer misshandelt. Niemand wäre auf die Idee gekommen, sie aus dem ausländischen Gefängnis nach Deutschland zu holen. Niemand wäre auf die Idee gekommen, sich mit ihnen zu solidarisieren. Stattdessen hätte es Sondersendungen gegeben.

Wer Gewalt relativiert, trägt dazu bei, dass die staatliche Ordnung sich anfängt aufzulösen. Wer wie die Co-Vorsitzende der Grünen Jugend davon phantasiert, dass man sich möglicherweise nach einem Wahlsieg der AfD bewaffnen müsse, zeigt, dass er demokratietheoretisch erhebliche Defizite hat. Jeder in Deutschland, grundgesetzlich verbrieft, hat das Recht darauf, seine Meinung frei zu sagen, ob sie einem gefällt oder nicht. Das ist Freiheit, das ist Demokratie, das ist Rechtsstaatlichkeit. Wer die Freiheit des Einzelnen durch Gewalt zu verhindern sucht, der bereitet den Weg in die Anarchie.

Über den Autor

Hans-Jürgen Irmer
Hans-Jürgen Irmer
Herausgeber Wetzlar Kurier
Aktuelle Ausgabe4/2026