Die Brandstifter rufen die Feuerwehr
SPD will den „Deutschland-Korb“ für günstige Grundnahrungsmittel
Staatliche Preisbeobachtungsstelle – Bürokratie pur
Zwischen Januar 2020 und Oktober 2025 sind die Lebensmittelpreise in Deutschland nach Angaben des Statistischen Bundesamtes um gut 35 Prozent gestiegen. Mehr als der Lohnanstieg. Das heißt, man muss heutzutage mehr denn je darauf achten, preisbewusst einzukaufen. Die eine Variante.
Die SED-Linkspartei will ein „Anti-Abzockamt“, die SPD eine staatliche Preisbeobachtungsstelle. All dies hat mit Sozialer Marktwirtschaft nichts mehr zu tun. Es bedeutet zusätzlichen Aufbau eines Bürokratiemonsters, obwohl die Bundesregierung sich auf die Fahnen geschrieben hat, Bürokratie zurückbauen zu wollen.
Was sind die wahren Gründe?
Abgesehen davon, dass die Großen wie Aldi, Rewe, Lidl, Edeka oder Kaufland den Lebensmitteleinzelhandel mit rund 90 Prozent ohnehin dominieren, aber in hartem Wettbewerb stehen, hat man natürlich dort die Konkurrenz immer im Fokus, so dass es immer wieder Sonderangebote gibt. Wohin es führt, wenn der Staat in Preisbildungsmechanismen eingreift, kann man an vielen Beispielen sehen. Der Mietendeckel verschärft den Wohnungsmangel, staatlich erzwungene Lohnerhöhungen kosten in der Konjunkturkrise Jobs. Aber die wahren Gründe werden nicht genannt.
Deutschland hat aufgrund einer völlig falschen Energiepolitik die höchsten Energiepreise weltweit. Der deutliche Anstieg des Mindestlohns kommt hinzu. Und was gerne unterschlagen wird, ist die Erhöhung der Besteuerung der Tonne CO2 von 55 auf 65 Euro. Diese weitere Erhöhung, die es in dieser Höhe in Europa nicht (!) gibt, führt dazu, dass sämtliche produzierten Waren, die transportiert werden müssen, teurer werden. Ob das die Lebensmittel sind, die Produkte der Bäckereien, die Produkte von Getränke-Fachgroßhandelbetrieben oder anderes mehr. Jedes Produkt, das in irgendeiner Form transportiert werden muss, dazu gehören auch die Preise für die Handwerker, die diese zusätzlichen Kosten logischerweise auch weitergeben müssen, führen dazu, dass der Kunde als Endverbraucher mehr zahlt.
Die Preisbildung in der Sozialen Marktwirtschaft funktioniert sinnvollerweise ausschließlich über Angebot und Nachfrage. Das war im Übrigen die Grundlage für den Wirtschaftsaufschwung Deutschlands nach dem Zweiten Weltkrieg, und es war das Gegenteil des Staatssozialismus im anderen Teil Deutschlands, in der „DDR“. Alle sozialistischen und damit markteingreifenden Systeme haben bis heute versagt und den Menschen statt Wohlstand Armut gebracht. Und wie in der Praxis eine Preisbeobachtungsstelle als neue Superbehörde funktionieren soll, das sei nur am Rande erwähnt. Immer mehr Staat bedeutet immer weniger Eigenverantwortung. Das ist im Übrigen auch ein Problem unseres Staates.



