
Unternehmerfrühstück der Kreishandwerkerschaft mit Johannes Volkmann MdB:
Praxisnahe Entbürokratisierung wird dringend benötigt
Beim Unternehmerfrühstück der Kreishandwerkerschaft konnte Kreishandwerksmeister Andreas Groß zahlreiche Gäste aus dem regionalen Handwerk sowie den Bundestagsabgeordneten Johannes Volkmann begrüßen. In seiner Eröffnungsrede hieß Groß die Anwesenden herzlich willkommen und betonte die Bedeutung des regelmäßigen Austauschs zwischen Politik und Handwerk.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung stand der Bericht von Johannes Volkmann aus Berlin. Der Abgeordnete zeichnete ein von erster Zeichen des Aufschwungs geprägten Bild der aktuellen Wirtschaftslage. Trotz globaler Unsicherheiten zeigten zentrale Kennzahlen zum Auftragseingang im Maschinenbau eine positive Entwicklung. Zugleich verwies er auf die tiefgreifenden Veränderungen auf den internationalen Märkten. Globale Handelsstrukturen befänden sich im Wandel, Lieferketten müssten resilienter und wirtschaftliche Partnerschaften unter dem Eindruck sich verändernder Beziehungen zu Washington und Beijing strategisch weiterentwickelt werden.
Vor diesem Hintergrund unterstrich Volkmann die Bedeutung der Neuerschließung von Märkten durch Handelsabkommen mit Indien, den Mercosur-Staaten und demnächst auch Indonesien. Deutschland komme hierbei eine Führungsrolle innerhalb der Europäischen Union als Stimme für offene Märkte und fairen Wettbewerb zu. Profitieren würde davon nicht nur die Industrie, sondern auch mittelbar das Handwerk als Innovations- und Wirtschaftsfaktor.
Ein weiterer Schwerpunkt seines Vortrags war die Migrationspolitik. Volkmann berichtete von Fortschritten bei der Fachkräfteeinwanderung und verwies auf konkrete Erfolge bei der Beschleunigung von Verfahren. In diesem Zusammenhang wurde auch das Welcome Center Mittelhessen für die Region hervorgehoben, dass die gezielte Zuwanderung von Fachkräften unterstützen und Betriebe bei bürokratischen Fragen entlasten soll.
Mit Blick auf die sozialen Sicherungssysteme betonte der Bundestagsabgeordnete: „Wir brauchen einen zukunftsfähigen Sozialstaat.“ Dieser müsse in seinen Kostenstrukturen nachhaltig finanzierbar bleiben, Anreize zur Beschäftigung setzen und zugleich soziale Sicherheit gewährleisten.
Im Anschluss an den Vortrag entwickelte sich eine lebendige Diskussion mit den anwesenden Unternehmerinnen und Unternehmern. Besonders hervorgehoben wurde aus der Runde die dringende Notwendigkeit eines spürbaren Bürokratieabbaus. Viele Betriebe sähen sich durch Dokumentationspflichten, zähe Genehmigungsverfahren und komplexe Vorgaben stark belastet. In der Diskussion wurde deutlich, dass eine praxisnahe Entbürokratisierung ein kritischer Faktor für die Zukunft des Handwerks insgesamt sind Volkmann betonte abschließend, dass die Eindrücke des Gesprächs ihn in der Prioritätensetzung der Unionsfraktion bestärken.




