Ein neues Kriminalitätsphänomen

Gewalt auf Bestellung

Es gibt mittlerweile im Kriminalitätsbereich fast nichts mehr, was es nicht gibt. So zeigt sich jetzt ein aktuelles Phänomen, wie die europäische Polizeibehörde Europol aktuell festgestellt hat. Alleine im letzten Halbjahr sind knapp 200 Personen festgenommen worden, die im Zusammenhang mit Gewalt im Auftrag krimineller Netzwerke stehen.

Täter immer jünger

Dabei handelt es sich um Straftaten wie Einschüchterungen, Tötung, Folter und anderes mehr. Mehrere Fälle betreffen erfolgte und erfolgreiche und versuchte Morde nicht nur in Deutschland, sondern auch in Spanien, Schweden oder den Niederlanden, an denen auch Minderjährige beteiligt waren, die gezielt, manchmal auch von Gleichaltrigen angeworben oder aber auch von kriminellen Truppen instrumentalisiert wurden. Wohlwissend, dass das Jugendstrafrecht erst mit 14 Jahren beginnt, sie also vorher weitestgehend straffrei bleiben.

Deshalb gibt es aktuell Überlegungen, das Mindestalter für Straftaten auf zwölf Jahre herabzusetzen. Eine Überlegung, die leider mittlerweile richtig und notwendig ist. Je früher der Staat sich härter im Umgang mit Kriminellen zeigt, umso größer die Chance, gerade Kinder und Jugendliche noch rechtzeitig vor krimineller Karriere abzufangen. Dies muss das prioritäre Ziel sein. Und die Hintermänner, die Anstifter, sollten sich unter juristisch einwandfreien Aspekten einer gnadenlosen Justiz gegenübersehen, die sich nicht mit falsch verstandener Humanitätsduselei aufhält, sondern ihren Beitrag dazu leistet, dass wir Recht und Ordnung in Deutschland behalten.

Über den Autor

Hans-Jürgen Irmer
Hans-Jürgen Irmer
Herausgeber Wetzlar Kurier
Aktuelle Ausgabe1/2026