SPD-Mitglied Amardeo Sarma hat recht
Energiewende führt zur Umverteilung von unten nach oben –
Kernkraft ist sozialdemokratisch
Ein überaus bemerkenswerter Kommentar war kürzlich in der Zeitung „Die Welt“ zu lesen, geschrieben von Amardeo Sarma, Elektroingenieur, seit mehr als 40 Jahren SPD-Mitglied. Ein Kommentar, den man in jeder Hinsicht als wegweisend bezeichnen kann. Sarma wies darauf hin, dass die Sozialdemokratie einst stolz darauf gewesen sei, Technologie in den Dienst der Menschen zu stellen. Es sei die SPD gewesen, die in den 70er Jahren den Ausbau der Kernenergie entschieden vorangetrieben und den Grundstein für viele Kernkraftwerke gelegt habe, die jahrzehntelang zuverlässig und preiswert mit technologischer Souveränität für Energiesicherheit gesorgt hätten.
Keine andere Technologie habe so viel CO2-Emissionen eingespart wie die Kernkraft. Kernkraft sei nicht nur sicher, sondern auch wirtschaftlich konkurrenzfähig, insbesondere, wenn man Emissionen und Versorgungssicherheit einbeziehe. Kernkraft bedeute, Energiepreise und soziale Gerechtigkeit miteinander zu vereinbaren. Die jetzige Energiewende habe zur massiven Umverteilung geführt von unten nach oben mit Subventionen für die Solar- und Windenergie, die vor allem Besserverdienenden und großen Projektentwicklern zugutegekommen sei. Gleichzeitig würden Haushalte mit geringem Einkommen besonders schwer an der Last der höchsten Strompreise Europas tragen.
Deutschland, so Sarma, sei federführend gewesen im Bereich Kernkraft, Nukleartechnik. Heute importiere man Atomstrom aus Frankreich und verliere den Anschluss an Kernkraft 4.0. Daher müsse die SPD wegen explodierender Preise und schwindender Akzeptanz für Klimaschutz endlich die Scheuklappen ablegen und sich für Kernkraft aussprechen, neben Wind und Solar. Die SPD müsse daher wieder zur Partei des technischen Fortschritts werden, und zwar für alle, nicht nur für wenige.
Ein bemerkenswerter und richtiger Kommentar. Man ist geneigt hinzuzufügen, Gleiches kann man auch an die Adresse der Union richten, die seinerzeit blind dem Merkel´schen Atomausstieg aus emotionalen Gründen folgte, statt Ratio, also Vernunft walten zu lassen.



