Sicherheitsoffensive für Bahnhöfe und Züge nötig
Rund 100.000 Delikte im Jahr 2024
Annähernd 7 Millionen Menschen sind im Schnitt täglich in den Bahnhöfen und mit den Verkehrsmitteln der Deutschen Bahn unterwegs. Aus ökonomischen und ökologischen Gründen prinzipiell eine vernünftige Entscheidung. Ja, wenn da nicht einige unangenehme Begleiterscheinungen wären, die die Freude am Bahnfahren trüben.
Köln unsicherster Bahnhof
Frankfurt auf Platz 2
Nach einer Auswertung der „Bild-Zeitung“ vom Januar bis Mai 2025 ist der Bahnhof in Köln der deutschlandweit gefährlichste mit 3013 Delikten im genannten Zeitraum. Dazu zählen Körperverletzung, Diebstahl, Sachbeschädigung, Betäubungsmittel, Straftaten gegen die öffentliche Ordnung, Betrug, Beleidigung und Verstoß gegen das Aufenthaltsgesetz. Auf Platz 2 rangiert Frankfurt am Main mit 2492 Delikten, Hamburg folgt mit 2458, danach Leipzig mit 2217, Dortmund 1714 und Hannover 1606.
Sicherheitsoffensive nötig
Aus Sicht des sicherheitspolitischen Sprechers der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Alexander Throm, sei eine Sicherheitsoffensive nötig. Man benötige Videoüberwachung an Kriminalitätsschwerpunkten mit intelligenter Gesichtserkennung. Diese Technik sei längst erprobt. Man müsse sie nur anwenden.
Polizei fordert KI-Videoüberwachung
Der Chef der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Andreas Roßkopf, fordert für die Bahnhöfe schnellstmöglich KI-Videoüberwachung und vor allen Dingen eine Speicherung der Aufnahmen. Eine Forderung, die in der Sache völlig berechtigt ist.
Rund 100.000 Taten
Laut Bundespolizei gab es im Jahr 2024 an Bahnhöfen und in Zügen 27.160 Gewaltdelikte, 2262 Sexualdelikte, rund 58.500 Eigentumsdelikte, rund 1200 Waffendelikte und über 10.000 Betäubungsmitteldelikte. Der Anteil der nichtdeutschen Tatverdächtigen lag bei rund 36 Prozent. Rechnet man Migrationshintergrund hinzu, der statistisch (bewusst?) nicht erfasst wird, dürfte die Quote bei deutlich über 50 Prozent liegen. Zeit zum Handeln.



