Christopher Street Day:

Vielfalt fordern – Einfalt predigen

Die Teilnehmer der Christopher-Street-Day-Umzüge, die für manch einen Bürger mitunter durchaus verstörend wirken, wenn Leute in Fetisch-Klamotten, Hundemasken und anderem mehr unterwegs sind, fordern für sich und ihre Lebensweise Toleranz. Sie fordern und predigen Vielfalt.

Vielfalt geht aber immer nur, soweit der eigene intellektuelle Horizont reicht. Vielfalt und Toleranz Andersdenkenden gegenüber sind Fremdworte. Dass die Veranstalter des CSD von der AfD nicht viel halten, sie nicht einladen, muss nicht verwundern. Vermutlich würde die AfD auch kaum an einem solchen Umzug teilnehmen, tendenziell auch die CDU nicht, auch wenn es dort einige Anbiederungsüberlegungen und -Übungen gab und gibt.

Wie wenig Toleranz ausgeprägt ist, konnte man bei den Veranstaltern des Christopher Street Days in Bremen zur Kenntnis nehmen. Diese haben die FDP von der Veranstaltung ausgeschlossen (das kommt von der Anbiederei!), weil den Veranstaltern der FDP-Umgang mit dem Gendern nicht passt. Die dortige FDP hat Gendern völlig zu Recht als Phantasiesprache und Genderunsinn bezeichnet. Das war zu viel für die Einbahnstraßen-Toleranten.

Spätestens hier sollte jedem (!) bewusst sein, dass mit dem Gendern gezielt Sprache und damit das Bewusstsein verändert werden soll. Es ist mehr als ein Spleen, es ist knallharte Ideologie der totalitären Umerziehung einiger weniger gegenüber der Mehrheit der Bevölkerung und im Übrigen auch gegen den Rat für deutsche Rechtschreibung, der ebenfalls Gendern für fehlerhaft hält.

Über den Autor

Hans-Jürgen Irmer
Hans-Jürgen Irmer
Herausgeber Wetzlar Kurier
Aktuelle Ausgabe2/2026