Dank an Ahmad Mansour

Nein zu Parallelgesellschaften in Deutschland
Null Toleranz gegenüber Islamismus an Schulen

Wenn ein Deutscher das formulieren würde, was Ahmad Mansour kürzlich in einem sehr bemerkenswerten Beitrag in der „Welt“ formuliert hat, würde man ihn des Rassismus oder der Islamophobie bezeichnen und bezichtigen. Aber Ahmad Mansour nimmt sich dankenswerterweise immer die Freiheit, das zu sagen, was notwendig ist, mit Mut zur Wahrheit, mit Mut zur Klarheit.

Islamisierung?

Zu Recht greift er einen Vorfall an einer deutschen Hochschule auf, wo im Rahmen einer sogenannten Islam-Woche Redner aus dem islamistischen und salafistischen Spektrum auftreten und bei der es getrennte Eingänge für Frauen und Männer sowie getrennte Sitzreihen im Saal gibt. Ähnliches in der Berliner Charité. Dort gab es eine von einer islamischen Vereinigung organisierte Veranstaltung, wo ebenfalls Männer und Frauen im Hörsaal getrennt saßen. Oder das Beispiel der Christian-Albrechts-Universität in Kiel, wo in einer Veranstaltung, organisiert von der Islamischen Hochschulgruppe, israelfeindliche und antisemitische Parolen skandiert wurden.

Immer unverhohleneres Auftreten des Islamismus an Universitäten

An manchen Schulen und Hochschulen verstecke sich, so Mansour, der Islamismus kaum noch. Er trete laut und fordernd auf, und aus Angst, nicht kultursensibel genug zu sein, traue sich manche Universitätsleitung, manche Schulleitung nicht, in den Konflikt mit Feinden der Demokratie einzusteigen. Es sei nicht kultursensibel, frauenfeindlichen, antisemitischen, islamistischen und damit im Kern antidemokratischen Kräften nachzugeben. Und es sei genauso wenig kultursensibel, die Hamas zu feiern oder Israels Existenzrecht zu leugnen.

Parallelentwicklung an vielen Schulen

Es sei inakzeptabel, so Ahmad Mansour, dass teilweise Eltern ihren Töchtern die Teilnahme an Klassenfahrten wegen des unkontrollierten Kontakts zu Jungen verbieten würden. Es sei inakzeptabel, wenn im Sportunterricht Geschlechtertrennung verlangt werde, der Abiturball, wie aktuell, nach Geschlechtern stattfinden solle, Gebetsräume, Halal-Essen in der Schulmensa gefordert oder Prüfungen während des Ramadans als Diskriminierung diffamiert würden. Manche Kinder fehlten freitags regelmäßig, weil das Gebet in der Moschee Vorrang habe. Mädchen, so Mansour, würden bereits in der Grundschule das Kopftuch tragen. Das gemeinsame Spielen von Mädchen und Jungen gelte in Teilen als anstößig, Homosexualität als „ekelhaft“ und Geburtstagsfeiern als haram, also unrein und verboten.

Deutsche sind Ungläubige

Gerade Schulen mit einem hohen muslimischen Anteil aus unterschiedlichen arabischen Ländern würden zunehmend zum Problem. Kaum eine Schule wage es, die Probleme beim Namen zu nennen. Man höre nicht selten Bemerkungen wie, dass man sich von einer Frau nichts sagen lasse, dass der Islam siegen werde, dass Deutsche Ungläubige seien oder kurze Röcke etwas für Schlampen, so Mansour.

Was ist zu tun?

Aus seiner Sicht sei es nötig, ein Verbot von Gebetsräumen an staatlichen Schulen zu verfügen, denn dort werde nicht nur gebetet, sondern auch missioniert und andere Kinder massiv unter Druck gesetzt. Es dürfe keine Duldung archaischer Geschlechterrollen geben und Sanktionen bei religiös motiviertem Mobbing. Der Staat habe den Auftrag, liberale Werte und kritisches Denken zu vermitteln. Er dürfe deshalb nicht vor extremistischen und fundamentalistischen Strömungen einknicken. Bildung müsse Kinder und Jugendliche widerstandsfähig machen gegen Gehirnwäsche und gewaltbereite Ideologien.

Dazu müsse man Schulleitungen, Pädagogen stärken. Kollegen müssten an einem Strang ziehen, und es brauche den Mut zu politischen Debatten in Schulen ohne Tabus, auch bei Themen wie Nahost, Islamismus, Migration, Integration, Frauenrechte, Kinderrechte und Toleranz. Dem ist nichts hinzuzufügen. Außer einer Anmerkung der Redaktion: All denen, die genau diese Sonderrechte einfordern, weil ihnen liberale Werte zuwider sind, weil sie mit Ungläubigen nichts zu tun haben wollen, weil sie sich hier offensichtlich nicht wohlfühlen, sei empfohlen, einen der rund 54 islamischen Staaten weltweit aufzusuchen, wo der Islam Staatsreligion ist, mit anderen Worten, die Religion über dem Staat steht, und viele Probleme wären gelöst.

Über den Autor

Hans-Jürgen Irmer
Hans-Jürgen Irmer
Herausgeber Wetzlar Kurier

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