Leon de Winter hat recht:

„Wer in Deutschland das Kalifat fordert,
fordert die Abschaffung der Demokratie“

Leon de Winter hat in einem bemerkenswerten Artikel in der Zeitung „Die Welt“ sich kritisch mit der Demonstration in Berlin befasst, wo Muslime zur Errichtung eines Kalifats aufgerufen haben. Eine Demo, die von der Polizei verboten war, aber von den Richtern in gnadenloser Naivität genehmigt wurde. Richter in Deutschland, wie in den Niederlanden, die zumindest teilweise in Sorge sind, als Rassisten oder Islamophobe beschimpft zu werden, wenn sie eine deutliche Sprache in ihren Urteilen sprechen.

Kalifat und Demokratie sind unvereinbar

Der Islam, so Leon de Winter, bedeutet wörtlich „Unterwerfung“. Das kann erfolgen durch Zwang, das kann erfolgen durch Erhebung spezieller Steuer oder auch durch die Tötung der Ungläubigen. Das Kalifat verfolgt nur ein Ziel: die absolute Herrschaft Allahs und des Propheten Mohammed. Kalifat bedeute, so de Winter, Harem, Scharia, die Abschaffung aller bürgerlichen Gesetze, Dschihad und die Herrschaft religiöser Führer sowie die Todesstrafe für die, die als Apologeten vom Glauben abfallen, Todesstrafe für die Opposition.

Deutschland wird demographisch kippen

Über die Zahl der Muslime in Deutschland gibt es unterschiedliche Auffassungen. Gesichert kann man von mindestens 5,5 Millionen ausgehen. Andere Zahlen gehen deutlich höher. Das Grundproblem allerdings ist, so de Winter, dass fromme Muslime deutlich mehr Kinder bekommen als Nichtgläubige sowie die Zuwanderung aus islamischen Ländern, das dieses Wachstum verstärkt. Wie viel Muslime Deutschland im Jahr 2100 haben wird, lasse sich nicht vorhersagen. Klar sei aber, dass die Zahl der Muslime steige, während die Zahl der Nicht-Muslime sinke. Und wann sich die Entwicklungslinien schneiden, sei natürlich schwer zu sagen. Ohne einen Stopp der überwiegend muslimischen Zuwanderung und ohne eine kompromisslose Aufrechterhaltung der Trennung von Religion und Staat sei die offene Gesellschaft dem Untergang geweiht.

Man müsse mit der Vorstellung aufräumen, dass alle Kulturen gleichwertig seien, denn das bedeute langfristig kulturellen Selbstmord. Es gebe Kulturen, die bürgerliche Freiheiten völlig anders sehen als wir im christlich geprägten Abendland, im Vergleich zu Kulturen, für die das Kalifat die höchste Form des gesellschaftlichen Zusammenlebens bedeute. Nach Auffassung der Berliner Richter dürfen Gläubige in Freiheit für die künftige Unfreiheit derer demonstrieren, die nicht Anhänger des Kalifats sind, sondern der freiheitlich-demokratischen Grundordnung und der westlichen Demokratie.

Wenn man langfristig keinen Selbstmord begehen wolle, müsse man, so de Winter, die Freiheiten der Kalifat-Befürworter einschränken. Man müsse autoritär gegen die Feinde der bürgerlichen Freiheiten vorgehen und entsprechende Rassismus-, Islamophie-Beschimpfungen durch den Mainstream ertragen. Dies sei eine Frage der Überlebensfähigkeit westlicher Staaten, denn das Problem sei ja nicht auf Deutschland alleine begrenzt. Wenn beispielsweise in Großbritannien rund ein Drittel der britischen Muslime es für wünschenswert halte, dass die Scharia, also das islamische Recht, innerhalb der nächsten zwei Jahrzehnte dort eingeführt werde, mache dies deutlich, dass es kein deutsches Problem alleine sei. Es sei ein Gesamteuropäisches.

Über den Autor

Hans-Jürgen Irmer
Hans-Jürgen Irmer
Herausgeber Wetzlar Kurier
Aktuelle Ausgabe2/2026