Zukunftsweisende Wärmeversorgung:

Bundestagsabgeordneter Johannes Volkmann
besucht Nahwärmeprojekt in Edingen

Der Bundestagsabgeordnete Johannes Volkmann hat sich in Sinn-Edingen über das Nahwärmeprojekt der Bioenergie Edingen eG informiert.

Das Vorhaben gilt über die Gemeindegrenzen hinaus als Modellprojekt für eine klimafreundliche und dezentrale Wärmeversorgung – vollständig genossenschaftlich organisiert und getragen von ehrenamtlichem Engagement der Genossenschaft.

Das Edinger Konzept setzt auf eine Kombination regenerativer Energiequellen: In den Sommermonaten liefert ein großflächiges Solarthermiefeld Wärme, im Winter übernimmt ein Hackschnitzel-Heizwerk die Versorgung. Die Hackschnitzel stammen aus lokalem Schadholz. Perspektivisch ist eine Umrüstung auf Wasserstoff vorgesehen – ein Schritt, der die langfristige Zukunftsfähigkeit des Projekts unterstreicht.

Der heimische Bundestagsabgeordnete besuchte das Projekt, um einen besseren Eindruck über die praktischen Auswirkungen der Bundesgesetzgebung für Wärmeprojekte zu gewinnen. Dafür begann ein Rundgang am Heizwerk, führte über die aktuelle Baustelle im Ort und endete beim Sinner Handwerksbetrieb Zienert GmbH, der die Hausanschlüsse mit umsetzt. Die technische Planung und Umsetzung des Gesamtsystems übernimmt die Firma Viessmann, die Erfahrungen aus ähnlichen Projekten in anderen Kommunen einbringt.

Die Bioenergie Edingen eG baut das Nahwärmenetz in mehreren Abschnitten aus. Bereits im kommenden Jahr sollen erste Haushalte angeschlossen werden. Ziel ist es, den Kunden eine verlässliche Versorgung und mehr Unabhängigkeit von schwankenden Energiepreisen zu sichern – verbunden mit einem ökologisch tragfähigen Heizkonzept.

Beim Gespräch mit den Projektverantwortlichen kamen auch die bestehenden Hürden zur Sprache: Aufwendige Genehmigungsverfahren und komplexe gesetzliche Vorgaben erschweren den rein ehrenamtlich getragenen Ausbau ebenso wie fehlende Planungssicherheit bei zentralen Normen. Johannes Volkmann erklärte dazu: „Die Bioenergie Edingen eG beweist exemplarisch, wie mit viel bürgerschaftlichen Engagement und Eigeninitiative die Wärmewende dezentral gelingen kann. Der regulatorische Rahmen der Bundespolitik muss solche Projekte unterstützen, statt sie mit bürokratischen Vorschriften zu behindern. Das ist entscheidend, wenn wir künftig unsere Wärmeversorgung dekarbonisieren und unabhängiger von außereuropäischen Importen werden wollen.“

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Johannes Volkmann
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Aktuelle Ausgabe05.02.