
Frank Steinraths rechnet mit Werksschließung bei Buderus Edelstahl ab:
„Mutares betreibt knallharte Profitgier
auf Kosten der Menschen“
Mit scharfen Worten kritisiert der Wetzlarer CDU-Landtagsabgeordnete Frank Steinraths die angekündigte Schließung des traditionsreichen Buderus-Edelstahlwerks in Wetzlar.
„Was hier passiert, ist ein Schlag ins Gesicht für hunderte Familien und für unsere gesamte Region. Hier wird ohne jede Rücksicht auf die Menschen mit Existenzen gespielt – einzig und allein, um kurzfristig Rendite abzugreifen. Während Mutares sein Nettoergebnis im ersten Halbjahr um 32 % steigert, verüben sie bei uns in Wetzlar den Kahlschlag. Die Erleichterungen für die Industrie wie im vom Bund beschlossene Investitionssofortprogramm für niedrigere Energiepreise, sind definitiv nicht dafür gedacht, dass sich Heuschrecken ihre Taschen voll machen.“, so Steinraths.
Bis Ende Oktober verlieren rund 470 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz, sollte sich kein Käufer für die verbliebenen Bereiche finden. „Wer hunderte hochqualifizierte Fachkräfte einfach eiskalt auf die Straße setzt, sägt an der Zukunft unserer ganzen Region. Das ist kein unternehmerisches Handeln, das ist ein Ausverkauf. Gerade in Zeiten, in denen Politik und Wirtschaft unisono über Fachkräftemangel klagen, ist diese Entscheidung ein fatales Signal“, erklärt Steinraths.
Die Verantwortung für diesen Kahlschlag sieht der Abgeordnete klar bei der Münchener Beteiligungsgesellschaft: „Mutares hat bei der Übernahme vollmundig versprochen, das Werk zu sanieren und Prozesse zu verbessern. Stattdessen erleben wir ein verantwortungsloses Zerschlagen eines Traditionsunternehmens. Das ist ein Verrat an den Beschäftigten, die Buderus Edelstahl über Generationen hinweg stark gemacht haben.“
Besonders bitter sei die Tatsache, dass die Schließung nicht nur hunderte Existenzen zerstöre, sondern auch die regionale Wirtschaft massiv schwäche. „Das ist kein Betriebsunfall, das ist ein bewusster Kahlschlag. Jeder einzelne Arbeitsplatz ist ein Stück Zukunft für Mittelhessen – und Mutares trampelt auf dieser Zukunft herum ´
„Die Schließung von Buderus Edelstahl ist nicht nur ein betriebswirtschaftlicher Vorgang, sondern ein schwerer Fehler mit weitreichenden Folgen. Ich fordere Mutares unmissverständlich auf, Verantwortung zu übernehmen, verbindliche Lösungen für die Beschäftigten vorzulegen und alles daran zu setzen, den Standort nicht einfach fallen zu lassen. Wer ein Traditionsunternehmen übernimmt, darf es nicht wie Ballast behandeln und am Ende die Belegschaft im Stich lassen.“




