Wenn der Islam zu Deutschland gehört, gehört auch der Koran zu Deutschland!

Ein Islam ohne Koran ist undenkbar –

Der Koran aber ist mit dem Grundgesetz nicht vereinbar

Losgelöst von der Frage, ob man den Satz des früheren Bundespräsidenten Wulff oder von Kanzlerin Merkel „Der Islam gehört zu Deutschland“ für richtig hält oder falsch - ich persönlich halte ihn für grundfalsch -, wird es Zeit, sich ernsthaft und inhaltlich mit dem Thema Islam zu befassen, die Debatte zu enttabuisieren und mit Ratio die Thematik zu erörtern. Es gibt nicht „den“ Islam, es gibt unglaublich viele unterschiedliche Ausprägungen. Es gibt viele Muslime in Deutschland, die sich an Recht und Gesetz halten und bereit sind, sich zu integrieren, die Steuern zahlen, integriertes Mitglied unserer Gesellschaft werden wollen - es gibt aber leider auch sehr viele Fehlentwicklungen. Und es gibt die sogenannte Political Correctness, das Gutmenschentum, das vor lauter Multikulturalität Fehlentwicklungen nicht sehen will, die eine Appeasement-Politik - also Anpassungspolitik - betreiben, die gebetsmühlenartig bei jedem islamischen Terroranschlag erklären, dass dieser Terroranschlag mit dem Islam nichts zu tun hat, obwohl alle Terroristen „Allahu akbar“ rufen. Gutmenschen, die aus Feigheit oder politischer Korrektheit auf dem muslimischen Auge blind sind.

Bayerns CSU-Chef Horst Seehofer, neuer Bundesinnenminister, hat völlig recht, wenn er dazu auffordert, sich verstärkt mit dem Thema Islam zu befassen. Auch der langjährige exzellente Innenpolitiker der Union, Wolfgang Bosbach, hat mehrfach die fehlende öffentliche Debatte darüber beklagt. Was machen Menschen, wenn sie als Wahlbürger von etablierten Parteien in dieser Frage oder auch bei der Frage der Asylpolitik keine Antworten erhalten? Sie ziehen sich entweder vom Staat, von der Demokratie, von den Parteien zurück, was nicht im Sinne des Erfinders sein kann, oder sie wählen vermeintliche Alternativen, ob auf der rechten oder linken Seite sei dahingestellt.

Der Wahlerfolg der AfD ist unter anderem darauf zurückzuführen, dass sie den Menschen, die mit der Asylpolitik des Jahres 2015/16 nicht einverstanden waren, eine Stimme gab. Eine Analyse, die vor einigen Monaten in der FAZ veröffentlicht war, hat sehr klar ergeben, dass ein Großteil der Bevölkerung mit der sogenannten Flüchtlingspolitik nicht einverstanden war, sich aber im letzten Deutschen Bundestag auch nicht ansatzweise repräsentiert fühlte, weil die Menschen den Eindruck hatten, die seinerzeit im Bundestag vertretenen Parteien seien sich in der Beurteilung der Flüchtlingspolitik ziemlich einig. Ergo ist es zwingend notwendig, sich nicht nur aus strategischen Gründen, sondern vor allen Dingen aus inhaltlichen und zukünftigen Gründen heraus, was die weitere Entwicklung und Gestaltung dieser Gesellschaft angeht, mit dem Thema zu befassen.

Zwei Drittel der Menschen sehen im Islam ein Problem

Wenn mit steigender Tendenz zunehmend Menschen in Deutschland, aber nicht nur hier, sich vor der weiteren Entwicklung des Islams Sorgen machen, dann ist es Aufgabe der Politik, diese Sorgen ernst zu nehmen. Und die Sorgen sind berechtigt. Wir haben eine schleichende Islamisierung, und viele wollen es gar nicht realisieren. Und diejenigen, die es thematisieren, werden sofort, wie es alter marxistischer Prägung entspricht, diffamiert als xenophob, als ausländerfeindlich, als islamophob diskreditiert, als Rassisten beschimpft, statt sich in der Sache inhaltlich mit Fakten, Entwicklungen und Zahlen auseinanderzusetzen. Die Faschismuskeule ist eben leichter zu schwingen als sich der Mühe der Argumentation zu unterziehen.

Selbst wenn man meine Auffassung nicht teilt, was ich auch nicht von jedem erwarte, muss es gleichwohl möglich sein, diese Position in einer Demokratie ohne Schaum vor dem Mund zu vertreten, Pro und Kontra abzuwägen und zu einer individuellen Beurteilung zu kommen.

Islam braucht Aufklärung

Wir haben in den letzten Jahren als CDU Lahn-Dill häufig öffentliche Veranstaltungen mit säkularen Muslimen angeboten, zuletzt mit Dr. Necla Kelek und Dr. Ourghi von der Uni Freiburg, die beide unisono sagen, dass der Islam zwingend eine Aufklärung benötigt, die das Christentum hinter sich hat und auch bitter nötig hatte nach Folter und Hexenverbrennung im Mittelalter. Diese Aufklärung bedeutet, dass die über 200 gewaltverherrlichenden Suren und Stellen im Koran, die zum Kampf gegen die Ungläubigen, zur Vernichtung der Ungläubigen auffordern, nur zu erklären sind unter dem historischen Kontext ihrer Entstehung zu jener Zeit und dass sie heute keine Gültigkeit mehr haben. Genau diese Differenzierung und Distanzierung fehlt allerdings bis heute. Und das ist gleichzeitig die Quadratur des Kreises, denn da der Koran das von Allah erschaffene authentische Wort ist, das nicht veränderbar ist, nicht von Menschenhand veränderbar ist, würde die Aufklärung ein komplettes Abwenden von eben dieser Grundphilosophie bedeuten.

Koran ist mit dem Grundgesetz nicht vereinbar

Schaut man sich den Koran vertiefend an, wird man schnell feststellen, dass er mit dem Grundgesetz nicht kompatibel ist. Es gibt keine Gleichberechtigung von Mann und Frau, keine Unabhängigkeit der Justiz, keine Trennung von Staat und Kirche. Im Gegenteil. Im Islam gibt es den Vorrang der Kirche gegenüber dem Staat, gibt es keine Gewaltenteilung, gibt es das Recht zur körperlichen Züchtigung… Kurzum, wer sagt, der Islam gehöre zu Deutschland, muss unausgesprochen einräumen, dass dann auch der Koran zu Deutschland gehört, da er das unmittelbare Wort Allahs, dem Propheten in die Hand diktiert, als Grundlage seiner Religion betrachtet.

Islam bedeutet Unterwerfung

Orthodox-konservative Islamverbände wollen der Öffentlichkeit immer wieder weismachen, dass der Islam übersetzt Friede, Friedfertigkeit bedeutet. Dies ist falsch. Islam bedeutet in der Übersetzung Unterwerfung, denn das klare Ziel des Islam weltweit (das bedeutet nicht, dass jeder einzelne Moslem das genauso sieht) ist die Eroberung der Welt, sie dem Propheten untertan zu machen. Ein Mittel dazu ist die sogenannte Takiya, also die bewusste Täuschung des Ungläubigen, die nicht als Täuschung empfunden wird, da sie ja dem höheren Ziel dient, die Weltherrschaft zu erobern. Und deshalb ist es schon eine spannende Frage, wie sich Muslime dort verhalten, wo sie in der Minderheit sind, im Vergleich dazu, wo sie die Mehrheit haben.

Schaut man sich die 57 islamischen Staaten, die in der Organisation Islamischer Staaten (OIC) organisiert sind an, wird man feststellen, dass in praktisch allen Staaten unsere bürgerlichen Freiheiten nicht gewährt werden; keine freien Wahlen, keine Meinungsfreiheit, keine Religionsfreiheit, keine Gleichheit von Mann und Frau, Christenverfolgungen, staatliche Zensur und Willkür, teilweise selbst Muslimen gegenüber, die zu anderen islamischen Schulen gehören, keine Toleranz, drakonische Bestrafung bis hin zur Todesstrafe für den Abfall vom islamischen Glauben.

Ich bin gerne bereit, dann Friedfertigkeit zu unterstellen, wenn in all den 57 islamischen Staaten dieser Welt Andersgläubigen und politisch Andersdenkenden die gleichen Rechte und Freiheiten eingeräumt werden, wie sie hierzulande ihnen zu Recht eingeräumt werden. Solange dies aber nicht der Fall ist, neige ich zu der Auffassung, dass Islam Unterwerfung und nicht Friede bedeutet. Deshalb gehört der Islam nicht zu Deutschland. Es gehören die Muslime zu Deutschland, die hier seit vielen Jahren anerkannt sind, leben und sich integriert haben, ihrer privaten Religionsausübung nachgehen, was ihnen zusteht, da die Religionsfreiheit ein verbrieftes Recht im Grundgesetz ist. Aber Deutschland und Europa sind geprägt von der christlich, jüdisch, abendländischen Kultur, von den Ideen und Vorstellungen der Aufklärung, vom Humanismus. Die damit verbundenen Werte, Orientierungen und Vorstellungen sind für mich Maßstab meines Handelns.

Das ist für mich die Leitkultur. Und ich erwarte auch von denen, die nach Deutschland kommen, dass sie bereit sind, diese zu akzeptieren. Wir müssen den selbstverständlichen Mut aufbringen, deutlich zu machen, dass es sehr wohl eine Leitkultur gibt, dass wir etwas verlangen von denen, die zu uns kommen, nämlich die Akzeptanz unserer Gesetze, Sitten und Gebräuche, unserer Wertvorstellungen, ohne dass wir anderen ihre kulturelle oder religiöse Identität nehmen wollen. Andere Länder definieren, was sie von Zugewanderten zwingend erwarten, auch die Bereitschaft zur Integration, die Pflicht zum Erlernen der jeweiligen Landessprache, die Anerkennung der Gesetze und vieles andere mehr. Es wird höchste Zeit, dass wir das in Deutschland auch tun und endlich den politischen Mut dazu aufbringen.

 

Über den Autor

Hans-Jürgen Irmer
Hans-Jürgen Irmer
Bundestagsabgeordneter der CDU Lahn-Dill
Herausgeber Wetzlar Kurier

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