CDU Braunfels und
Bürgermeister Breithecker besuchen BDH Klinik Braunfels

Kürzlich besuchte der CDU-Stadtverband Braunfels gemeinsam mit der CDU-Fraktion und Bürgermeister Christian Breithecker (parteilos) die BDH-Klinik Braunfels. Dieser Besuch bot die Gelegenheit, sich über die neuesten Entwicklungen und Herausforderungen der Klinik zu informieren und den Dialog zwischen Klinikleitung und Kommunalpolitik zu intensivieren. Die Klinik, die über 200 Betten verfügt, davon 70 für akute Fälle und 130 für die Rehabilitation, ist bekannt für ihr einzigartiges Behandlungsniveau in Deutschland.

Während des Rundgangs durch die Klinik wurden verschiedene Abteilungen und Einrichtungen besichtigt, darunter die Bereiche Physiotherapie und Ergotherapie, die alle vor Ort angeboten werden. Ziel der Klinik ist es, die Patienten so zu behandeln, dass sie selbständig nach Hause zurückkehren können, ohne auf ein Pflegeheim oder häusliche Pflege angewiesen zu sein, so Geschäftsführer Manuel Noske. Die Patienten sind oft älter, aber die Klinik behandelt auch Unfallopfer, etwa von E-Bike-Unfällen ohne Helm, Auto- und Reitunfällen.

Ein großes Thema des Besuchs war das sanierungsbedürftige Schwimmbad, dass zu Therapiezwecken einsetzbar wäre. Die Sanierungskosten belaufen sich auf etwa 250.000€, und es wird nach Unterstützung durch EU, Bund, Land oder Stadt gesucht. Die BDH-Klinik hat klargestellt, dass eine Instandsetzung nur erfolgen wird, wenn die Nutzung durch mehrere Parteien gewährleistet ist. So ist die Nutzung durch Schwimmkurse oder Wassergymnastik von Dritten denkbar.

Die Klinik, die einen Versorgungsauftrag für einen Radius von 75 km hat, zieht Patienten aus ganz Deutschland an und behandelt etwa 700 Schlaganfall-Patienten pro Jahr. Trotz der guten Personalausstattung mit fast 500 Mitarbeitern, darunter ein hoher Anteil von Frauen und Teilzeitkräften, steht die neurologische Rehabilitation unter finanziellem Druck, da die Erstattungen zu niedrig sind, erläuterte Noske, der sichtlich stolz auf sein Team ist.

Weitere Themen waren die gute Zusammenarbeit mit der Pflegeschule in Wetzlar, die Ausbildung im Bereich Pflege und die Wichtigkeit von IT in der medizinischen Dokumentation. Auch die Renovierung von Stationen und der Ausbau der Intensivstation wurden thematisiert. Besonders beeindruckt zeigten sich die CDU-Vertreter und der Bürgermeister vom Teamwork der Klinikmitarbeiter, dem hohen Maß an Patientenorientierung und den Plänen zur Modernisierung und Erweiterung der Klinik. Bekanntlich sind erste Versuche auf dem Gelände des Haus des Gastes gescheitert, aber an Ideen mangelt es nicht. Voraussetzung ist, dass das aktuell in Diskussion befindliche Krankenhausgesetz von Gesundheitsminister Karl Lauterbach, welches eine Gefahr für kleine Häuser wie auch der BDH-Klinik in Braunfels darstellt, nicht umgesetzt werden.

Die CDU-Stadtverbandsvorsitzende Carmen Lenzer bedankte sich im Namen aller Anwesenden bei der Klinikleitung für die informative Führung und den offenen Austausch. „Die BDH-Klinik Braunfels leistet einen unverzichtbaren Beitrag zur Gesundheitsversorgung in unserer Region. Sie ist wichtiger Arbeitsgeber und Belebungsfaktor für die Innenstadt. Wir werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass die Klinik die Unterstützung erhält, die sie benötigt, um ihre wichtige Arbeit fortzusetzen,“ so Lenzer. Der Besuch endete mit einem gemeinsamen Foto vor der Klinik, dass die gute Zusammenarbeit zwischen der Stadt Braunfels und der BDH-Klinik symbolisiert.

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Carmen Lenzer
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Aktuelle Ausgabe04.07.