Berlin

Deutschland – Nachtwächterstaat
Krimineller Clan-Boss bleibt hier

Wenn man liest, was in der Wochenzeitung „Junge Freiheit“ kürzlich berichtet wurde, dann verschlägt es einem einfach die Sprache. Innensenatorin Spranger (SPD) teilte mit, dass der kürzlich aus dem Gefängnis entlassende Clan-Angehörige Amad Miri in Deutschland bleiben dürfe, da er aufgrund der syrischen Staatsangehörigkeit nicht abgeschoben werden könne. Die Großfamilie Miri stammt eigentlich aus dem Libanon und wanderte Ende der 80er Jahre nach Deutschland ein. Seitdem ist der Name mit dem kriminellen Clan-Milieu eng verbunden.

Miri, der sich „der Patron“ nennt, hat laut Polizei mindestens drei Alias-Identitäten. Wann er genau geboren ist, ist offen – 1980, 1982 oder 1984. Erst als in Beirut geborener Libanese ausgegeben, war er später staatenloser Palästinenser, dann Kurde und jetzt Syrer. Sein erster Asylantrag wurde vor sage und schreibe 32 Jahren abgelehnt (!!!). Wegen fehlender Reisepässe habe man die Familie, die Eltern und die angeblich zwölf Geschwister nicht abschieben können. 22-mal wurde er in der Zwischenzeit rechtskräftig verurteilt, aktenkundig erstmals 1997. Die Bandbreite der Vergehen reicht dabei von Körperverletzung über Verstöße gegen das Waffengesetz und anderes mehr.

Man mag es sich nicht ausrechnen, was dieser Syrer und seine Familie den deutschen Steuerzahler in diesen vielen Jahren tatsächlich gekostet hat. Man fühlt sich ohnmächtig, wenn man sieht, wie Kriminelle diesem Staat auf der Nase herumtanzen und noch im übertragenen Sinne den Stinkefinger zeigen. Wer hier kriminell wird, gehört abgeschoben, konsequent, und zwar egal, was ihm in seinem jetzigen Heimatland tatsächlich droht. Das ist dann sein Problem. Würde man endlich Abschiebungen in diese Richtung vornehmen, wäre dies auch ein Beitrag zu einer massiven Prävention. Aber Deutschland ist in dieser Frage ein zahnloser Tiger.

Über den Autor

Hans-Jürgen Irmer
Hans-Jürgen Irmer
Herausgeber Wetzlar Kurier
Aktuelle Ausgabe6/2024