Berlin

„Familienfehden auf dem Schulgelände, Drogenabhängige auf den Toiletten“
Ohne Wachdienst läuft an Brennpunktquartieren nichts mehr

Die in Anführungsstrichen gekennzeichnete Überschrift ist einem Artikel der Zeitung „Die Welt“ zu entnehmen, die damit in acht Worten deutlich macht, wie die Situation in Berliner Brennpunktquartieren in Wirklichkeit aussieht.

Hintergrund des Artikels ist die Klage von zwölf Schulen im Berliner Stadtteil Neukölln, der zu den Problembereichen gehört, dass der Bezirk Neukölln künftig weniger Geld für Wachleute zur Verfügung stellen will, weil das Geld fehlt. Im Kern geht es darum, dass Schulgebäude dazu herhalten müssen, dass Familienfehden, es sind dies in der Regel keine Biodeutschen, dort ausgetragen werden, dass Drogensüchtige sich dort ebenso wiederfinden wie Obdachlose.

Für eine Wohlfühlatmosphäre an einer Schule, in der man gerne unterrichtet, an der man gerne unterrichtet wird, keine guten Rahmenbedingungen. Deshalb protestieren Schulen, aber auch Eltern und Schülervertreter, für die Beibehaltung des Wachpersonals, denn ohne Wachpersonal geht nichts mehr. Da kann man wirklich nur sagen: Multikulti lässt grüßen. Armes Berlin. Wo sind wir in diesem Staat eigentlich hingekommen? Ein Drama.

Über den Autor

Hans-Jürgen Irmer
Hans-Jürgen Irmer
Herausgeber Wetzlar Kurier
Aktuelle Ausgabe6/2024