Irmer mit 97,1 % als Kreisvorsitzender wiedergewählt

Geschlossenheit, Glaubwürdigkeit und klare Linie

bleiben Markenkerne der CDU Lahn-Dill

Hans-Jürgen Irmer ist seit genau zwei Jahrzehnten Vorsitzender des CDU-Kreisverbandes Lahn-Dill. In Anwesenheit seines Vorgängers Christian Lenzer wurde er beim Kreisparteitag unter der Leitung von Clemens Reif in der Stadthalle Aßlar mit 135 Ja- bei vier Nein-Stimmen mit 97,1 Prozent für weitere zwei Jahre in diesem Amt bestätigt. Seine beiden Stellvertreter, Anna-Lena Bender (Hüttenberg) und Jörg Michael Müller (Herborn), wurden von den 139 stimmberechtigten Delegierten neu in diese Ämter gewählt. Gleichfalls neu sind der Schriftführer des Kreisverbandes und sein Stellvertreter, Frank Steinraths (Wetzlar) und Sascha Panten (Haiger).

Mit einer 99,3-prozentigen Zustimmung berief die Versammlung Elisabeth Müller (Bischoffen) erneut zur Schatzmeisterin des Kreisverbandes. Komplettiert wird der CDU-Kreisvorstand durch 13 Beisitzer: Heiko Budde (Aßlar), Kevin Deusing (Dillenburg), Martin Dietz (Solms), Oliver Eigner (Braunfels), Markus Georg (Haiger), Katja Groß (Wetzlar), Christoph Herr (Sinn), Jörg Leiter (Hohenahr), Leo Müller (Eschenburg), Raya Schmidt (Lahnau), Kim-Robert Trapp (Leun), Kurt Wengenroth (Driedorf) und Rolf Hofmann (Ehringshausen), wobei Letzterer als einziger ein 100-Prozent-Ergebnis für sich verbuchen durfte.

Der alte und neue CDU-Vorsitzende Irmer steht an der Spitze eines 1750 Mitglieder großen Kreisverbandes. In der Rangliste der Mitgliederstärke aller 26 hessischen CDU-Kreisverbände steht Lahn-Dill auf Platz sieben. Durch den Eintritt vieler junger Menschen werde der Kreisverband Lahn-Dill zudem und erfreulicherweise immer jünger. Die CDU beherrscht laut Irmer die Meinungsbildung an Lahn und Dill und biete mit ihren kommunalpolitischen Aktivitäten von der Kreistagsfraktion bis in die Stadt- und Gemeindeverbände und -fraktionen das Bild einer lebendigen Partei mit einer bürger-, problem- und vor allem zukunftsbezogenen Politik. Die Erfolge der CDU ließen sich nicht an einer oder wenigen Personen festmachen, sondern seien das Ergebnis zielgerichteter Teamarbeit.

Der stellvertretende Vorsitzende der CDU-Fraktion im Kreistag, Jörg Michael Müller, untermauerte dies in seinem Bericht mit Zahlen. Mit 24 Abgeordneten und vier Beigeordneten sei die CDU zahlenmäßig die stärkste Kraft im Kreistag. In über 100 Gesprächen, Besichtigungen und Besuchen bei und mit Vereinen, Verbänden, Schulen, Firmen und anderen mehr habe sich die CDU-Fraktion in den letzten zwei Jahren mit den Problemstellungen der Menschen im Kreis beschäftigt und daraus rund 60 Anträge im Kreistag formuliert und eingebracht. Die allermeisten seien von SPD, FWG, Grünen und FDP abgelehnt worden. Um aber dann wenig später mit etwas anderen Formulierungen als eigene Anträge wieder einzubringen und dann zu beschließen. Als „Paradebeispiel“ nannte Müller das Vorgehen in Sachen Schulzentrum Wetzlar. „Diese Methode hat die CDU eigentlich satt“, so Müller. Aus dem Landtag berichtete der neue heimische MdL Frank Steinraths.

Die CDU, insbesondere die an Lahn und Dill, habe stets den Mut gehabt, jene Dinge, die die Menschen bewegen, beim Namen zu nennen und somit die Meinungsführerschaft, so Hans-Jürgen Irmer. Und dieser Linie werde man auch weiterhin treu bleiben. Im Blick auf die „große Politik“ und sein Mandat als Bundestagsabgeordneter führt für Irmer kein Weg an einer restriktiveren Flüchtlingspolitik vorbei, was von 75 Prozent der Deutschen auch von der Politik erwartet werde. In diesem Zusammenhang sprach er auch die zunehmenden Angriffe auf Polizisten, Feuerwehrleute und Rettungskräfte an, die nicht länger geduldet werden dürften.

„Wir müssen diejenigen schützen, die uns schützen. Ohne Sicherheit keine Freiheit, kein Rechtsfrieden und kein Wohlstand“, machte Irmer deutlich und wandte sich auch gegen einen Datenschutz, der leider viel zu oft zum Täterschutz mutiere. Daher plädiere er klar für eine längere Vorratsdatenspeicherung, begrüßte die auf CDU-Initiative inzwischen Realität gewordene Möglichkeit der Handy-Auslesung von Migranten ohne Papiere, forderte die Ausweisung von „Gefährdern“ und plädierte für eine flächendeckende Altersermittlung bei unbegleiteten minderjährigen Flüchtlingen, was zur Schaffung von Rechtssicherheit dringend notwendig sei. „Die CDU Lahn-Dill wird diese Themen weiterhin aufgreifen“, versprach der wiedergewählte Kreisvorsitzende.

 

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Franz Ewert

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