Unternehmerverband Mittelhessen fordert dringend
notwendige Reformen im Bildungssystem
für mehr Chancengleichheit

Der Unternehmerverband Mittelhessen (UVM) drängt auf Reformen im deutschen Bildungssystem für die Zukunftsfähigkeit Deutschlands und die Chancengleichheit bei den heranwachsenden Generationen. Vorsitzender Klaus-Achim Wendel betont: „Wir benötigen dringend ein gutes, modernes und stabiles Bildungssystem, das sich an dem gesellschaftlichen Wandel orientiert und anpasst. Wenn wir dieses Ziel in den Fokus rücken, können wir die Grundlagen für echte Chancengleichheit schaffen und somit den kommenden Generationen bessere berufliche Möglichkeiten bieten. Das bedeutet in der Umsetzung die verstärkte Förderung von Kindern mit dem speziellen Augenmerk auf deren Stärken und Schwächen - und das bereits im Kindergarten- und Grundschulalter.“
Wendel macht klar: „Chancengleichheit zu schaffen setzt zunächst die Modernisierung des Schulsystems und der Schulen voraus. In der Durchführung heißt das konkret: Verwaltungen für eine zügigere Bearbeitung digitalisieren und Prozesse vereinfachen, Einführung des Modellprojekts „Duale Schulleitung“ mit einer Doppelspitze aus pädagogischer und administrativer Leitung, Softwareaktualisierungen mit entsprechenden Softwarepartnern zur Unterstützung sowie Investitionen in die entsprechende Ausstattung. Chancengleichheit bedeutet aber auch bereits für Kindergärten und Grundschulen bessere Bildungschancen und Angebote zu entwickeln. Für eine gute Integration muss beispielsweise die Deutschförderung noch verstärkter in den Vordergrund rücken und auch die Vermittlung des Basiswissens im Lesen, Schreiben und Rechnen darf nicht vernachlässigt werden. All das sind grundlegende Kompetenzen, die Kinder für einen guten Start in diese Gesellschaft brauchen.
Bei all diesen strukturellen Veränderungen darf nicht in Vergessenheit geraten, die Lehrkräfte in diese Prozesse einzubinden – denn das sind unsere Experten. Aktuell ist es für die Lehrerinnen und Lehrer eine gewaltige Herausforderung den heutigen Anforderungen gegenüber dem System Schule, aber auch den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler irgendwie gerecht zu werden und einen guten Job zu machen. Hierfür bedarf es beispielsweise besserer Weiterbildungsangebote, wie im Bereich digitale Bildung. Auch der Quereinstieg für potentielle Lehrkräfte muss attraktiver und einfacher gestaltet sowie Einstiegshürden abgebaut werden“, macht der Vorsitzende deutlich.
„Es liegt jetzt in der Verantwortung von Bundes- und Landesregierung passende und gute Rahmenbedingungen sowohl für Lehrkräfte als auch für die heranwachsenden Generationen zu schaffen – für Chancengleichheit, Integration und Spaß am Lehren und Lernen. Dazu können und wollen auch die Arbeitgeber ihren Beitrag leisten, denn wir als Unternehmen stehen für eine gute Ausbildung, Innovation und sind auf die Nachwuchskräfte von morgen angewiesen. Es wird in unserer Gesellschaft immer davon gesprochen, dass Kinder unsere Zukunft sind. Es wäre wünschenswert, wenn wir in diesem Sinne nun auch nachhaltig danach handeln würden“, so Wendel abschließend.

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Aktuelle Ausgabe04.04.