Weihnachtsfeier von Pro Polizei Wetzlar

Bläserensemble der Freiherr-vom-Stein-Schule brillierte.

Wertvolle Tipps zum Thema Enkeltrick

Über die Resonanz der ersten Weihnachtsfeier war der Vorstand von Pro Polizei Wetzlar angenehm überrascht.

Knapp 200 Mitglieder kamen in die „Siedlerklause“ und nutzten die Gelegenheit, bei Kaffee und Kuchen miteinander zu plauschen und ein interessantes Programm zu genießen.

Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung vom Bläserensemble der Freiherr-vom-Stein-Schule Wetzlar unter Leitung von Martina Pietzsch. Die knapp 40 jungen Musiker begeisterten die Gäste, so dass sie nicht ohne Zugabe von der Bühne kamen. Pro-Polizei-Vorsitzender Hans-Jürgen Irmer dankte Frau Pietsch für ihr herausragendes musikalisches Engagement seit vielen, vielen Jahren. Sein Dank galt auch den Schülern dafür, dass sie an einem Sonntagnachmittag bereit waren, das Programm zu bereichern. Er dankte aber auch den Eltern für ihr Engagement, die Kinder zu bringen und wieder abzuholen.

Um das Ganze inhaltlich zu „unterfüttern“, hatte der Vorstand die beiden Polizeihauptkommissare Jörg Schormann und Thomas Triesch eingeladen, die beide jeweils in Kurzform zum Thema Enkeltrick und Betrug zum Nachteil älterer Menschen referierten, die Maschen der Enkeltrickbetrüger offenlegten und entsprechende Tipps gaben. So sollte man beim geringsten Verdacht den Hörer auflegen, keine Details zu familiären oder finanziellen Verhältnissen preisgeben, nie Geld an Fremde übergeben, keine Geldüberweisungen über WhatsApp oder Messengerdienste leisten und im Zweifelfall immer die örtliche Polizeistation informieren, die im Übrigen nie unter der Nummer 110 anruft. Auch dies ein beliebter Trick, um dem Betrug scheinbare Seriosität zu verleihen.

Weiter wiesen sie darauf hin, dass diese Enkeltrickbetrüger professionell organisiert seien. Sie würden in der Regel im Ausland sitzen, beispielsweise in Russland, der Türkei oder Polen, so dass sie in die deutsche Kriminalitätsstatistik nicht einfließen würden. Sie seien technisch perfekt ausgestattet, wechselten sehr häufig das Handy und hätten Unterstützer, die so weit gingen, dass sie auch örtliche Objekte ausspionierten.

Wer tatsächlich einen Schockanruf erhalten habe, und es waren einige davon im Saal, der solle sich nicht ins Bockshorn jagen lassen, sondern sofort auflegen und Tochter oder Sohn, denen angeblich ein Unfall zugestoßen sei, um ein Beispiel zu nennen, sofort kontaktieren und im Zweifelsfall die Polizei.

Ein überaus gelungener Nachmittag mit vielen netten Gesprächen, interessanten Eindrücken, großartiger Musik und fachlichen Hinweisen von zwei Top-Kriminalhauptkommissaren aus dem PP Mittelhessen.

Über den Autor

Franz Ewert

Bildergalerie

Aktuelle Ausgabe6/2024