Neues Geschäftsmodell

40.000 unbegleitete Jugendliche
60.000 Euro pro Person und Jahr

Ein neues „Geschäftsfeld“ scheint sich in Deutschland anzubahnen mit der Zuwanderung von sogenannten unbegleiteten minderjährigen Jugendlichen bzw. jungen Volljährigen, die nicht abgeschoben werden und in die Zuständigkeit von Jugendhilfeeinrichtungen in den Kommunen und Landkreisen kommen. Dies bedeutet, dass diese jungen Leute aus aller Herren Länder in Form eines sehr intensiven Personalschlüssels in kreiseigenen Jugendhilfeeinrichtungen betreut werden müssen. Die Zahl der Einrichtungen steht nicht mehr zur Verfügung, sind gnadenlos überlastet und das Fachpersonal fehlt schon lange.

Zu Lasten deutscher Familien

Was leicht übersehen wird, es gibt leider auch in Deutschland eine zunehmende Zahl von man muss es so sagen problembeladenen Familien, die aus ganz unterschiedlichen Gründen in desolaten Umständen leben, die eigentlich intensiv begleitet werden müssten. Diese Familien müssen häufig genug dann ihre Kinder zeitweise oder länger befristet in die Obhut des Staates abgeben oder in die Obhut entsprechender Facheinrichtungen. Aber sie alle haben einen engen Personalschlüssel, denn diese Kinder benötigen Unterstützung. Genau diese Unterstützung kann in der notwendigen Form nicht mehr gegeben werden, weil der Markt personalmäßig gesehen völlig leergefegt ist.

60.000 Euro pro Fall

Der Deutsche Landkreistag hat darauf hingewiesen, dass jeder Jugendliche an direkten und indirekten Kosten rund 60.000 Euro pro Jahr verursacht. Das Bundesfamilienministerium musste einräumen, dass aktuell etwa 40.000 unbegleitete Minderjährige und junge Volljährige in Deutschland leben.

Bund hat Mittel gestrichen

Losgelöst von dieser Grundsatzproblematik hat Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf von der CSU scharf kritisiert, dass es bis Ende 2022 für die kommunalen Jugendämter noch eine Pauschale vom Bund für die Unterbringung gab, die aber komplett gestrichen wurde.

Ziel: Familienzusammenführung

Schaut man sich die Asylpolitik der Ampelregierung an, dann muss man sich über den schwunghaften Anstieg nicht wundern, der gerade in den letzten beiden Jahren besonders stark zu verzeichnen war, denn parallel zu dieser Entwicklung gibt es die von der Bundesregierung gewollte erleichterte sogenannte Familienzusammenführung, so dass viele Jugendliche als „Brückenköpfe“ nach Deutschland geschickt werden in der Erwartung, dass sie mit Unterstützung der linken Antiabschiebeindustrie möglichst zeitnah Familienzusammenführungsanträge stellen. Diese Familienzusammenführung hat im letzten Jahr rund 100.000 Personen zusätzlich nach Deutschland geführt, die in kaum einer offiziellen Asylstatistik enthalten sind. Wenn man dann noch weiß, dass die Zahl der Familienmitglieder aus schwarzafrikanischen Ländern in der Regel einen deutlich höheren Faktor ausweist als eine deutsche Familie mit durchschnittlich 1,5 Kindern, dann kann man erahnen, was alleine auf diesem Umweg zusätzlich sich auf den Weg nach Deutschland in das „gelobte Land“ machen wird.

Wer zahlt das einmal mehr? Der deutsche Michel. Die Asylpolitik kostet Deutschland pro Jahr ca. 50 Milliarden oder 50.000 Millionen Euro bezogen auf Bund, Länder und Kommunen. Oder, um es in einfachen Zahlen auszudrücken: rund 136 Millionen Euro pro Tag. Dieser offensichtliche Missbrauch des deutschen Asylsystems war in der Bund-Länder-Vereinbarung, die das Asylproblem nicht (!) lösen wird, kein ernsthaftes Thema.

Über den Autor

Hans-Jürgen Irmer
Hans-Jürgen Irmer
Herausgeber Wetzlar Kurier
Aktuelle Ausgabe7/2024