Schweiz

Fahrverbot für Elektroautos möglich

Wenn es zu einer Stromknappheit in der Schweiz kommen sollte, könnten künftig drastische Verbote für E-Autofahrer wie auch für private Haushalte kommen. Die Schweiz hat europaweit aufgrund der Wasserkraft eigentlich eine der umweltfreundlichsten Stromversorgungen. Dennoch muss die Schweiz im Winter etwa 6 Milliarden Kilowattstunden importieren, die in der Vergangenheit von Frankreich kamen (Atomstrom) oder auch von Deutschland dann, wenn es Windenergieüberschuss gab, den das deutsche Stromnetz nicht halten bzw. speichern kann, also an die Schweiz geht. Dafür zahlt Deutschland an die Schweiz und nicht umgekehrt. Aber das nur am Rande.

Künftig könnte dies wegfallen, da Deutschland zwingend Kernkraft aus Frankreich beziehen muss, da die deutsche Energiewende in dieser Form nicht funktionieren wird. Deshalb gibt es einen Verordnungsentwurf in Form von vier Eskalationsstufen, wonach es bei Strommangellage ein Fahrverbot geben kann. Nur noch zwingend notwendige Fahrten sind dann gestattet. Im Rahmen dieser Eskalationsstufen trifft es dann auch die Haushalte, wonach Waschmaschinen maximal bei 40 Grad laufen dürfen, Kühlschränke dürfen nicht unter 6 Grad gekühlt werden. Streamingdienste und Gaming-Computernutzungen werden eingeschränkt.

Da fühlt man sich doch gleich in die Zeit von Entwicklungsländern oder auch früheren kommunistischen Staaten im ehemaligen Ostblock erinnert. Auch dort wurde Strom zumindest teilweise ebenso rationiert wie die Verfügbarkeit von Wasser. Willkommen im Jahr 2023 und folgende.

Über den Autor

Hans-Jürgen Irmer
Hans-Jürgen Irmer
Herausgeber Wetzlar Kurier
Aktuelle Ausgabe6/2024