Das nennt man Fortschritt 2024

Zu wenig Strom da? Kein Problem!
Strom für E-Autos und Wärmepumpen wird gedrosselt


Wenn es noch eines Beweises bedurft hätte, dass die Energiewende in der in Deutschland praktizierten Form krachend gescheitert ist, dem sollten spätestens jetzt die Augen aufgehen, denn die Bundesnetzagentur hat im Auftrag des Bundeswirtschaftsministers Habeck (Grüne) mitgeteilt, dass künftig Besitzer von Wärmepumpen und Elektroautos zur Stabilisierung (so heißt es euphemistisch umschrieben) des Stromnetzes herangezogen werden können. Mit anderen Worten, wenn es einen Stromengpass gibt, dies war in den vergangenen 60 Jahren in Deutschland ein Fremdwort! hat der Netzbetreiber die Möglichkeit und das Recht den Stromverbrauch von Wallbox-Ladepunkten oder Wärmepumpen zeitweise abzusenken. Man muss dem Präsidenten der Bundesnetzagentur Klaus Müller ja schon fast dankbar sein, dass er erklärte, dass es in keinem Fall zu einem völligen Stopp! der Stromlieferung kommen werde.

Man gehe davon aus, dass eine Mindestleistung immer zur Verfügung stehe, so dass ein E-Auto in aller Regel in 2 Stunden für immerhin 50 Kilometer nachgeladen werden könne.

Was mit den Schnellladestationen ist, den Berufspendlern, den geplanten Millionen PKWs, Bussen und LKWs, die künftig auf deutschen Straßen rollen sollen, 15 Millionen sind bis 2030 geplant, ein großes Fragezeichen.

Fortschritt 2024: die höchsten Strompreise weltweit, ein instabiles Netz, gigantische Mengen Mehrbedarf an Strom, keine Stromnetze, keine Speicherkapazitäten, Wind und Sonne sollen es richten.

Die New York Times schrieb kürzlich: Deutschland betreibt die dümmste Energiepolitik weltweit. Da hat sie recht.

Über den Autor

Hans-Jürgen Irmer
Hans-Jürgen Irmer
Kreisvorsitzender der CDU Lahn-Dill
Herausgeber Wetzlar Kurier
Aktuelle Ausgabe2/2024