Aus der Arbeit der CDU Fraktion im Stadtparlament Wetzlar

Wetzlar ist verdreckt,
verdreckt mit achtlos entsorgten Zigarettenstummeln!

Leider mussten wir in einer der zurückliegenden Sitzung der Stadtverordnetenversammlung feststellen, dass die Mehrheit der Mitglieder den Ernst der Lage nicht erkennt, anscheinend auch nicht logisch denken kann und somit zunächst nichts gegen das achtlose Entsorgen der Stummel unternommen wird.

Denn: Der durchaus unterstützenswerte Prüfantrag der Fraktion „die Fraktion“ zu dieser Thematik wurde vom Großteil der Stadtverordnetenversammlung abgelehnt. Und so wird weiterhin hingenommen, dass Menschen ihre Kippen auf Wegen und Straßen entsorgen, ohne dafür zur Verantwortung gezogen zu werden. Es wird weiterhin hingenommen, dass schon eine einzige Zigarette 1000 Liter Grundwasser verunreinigen und bis zu 7000 Chemikalien und krebserregende Stoffe freisetzen kann. Umweltdezernent Norbert Kortlüke (Grüne) wies zurück, dass Wetzlar verdreckt sei. Ich frage mich, wann er das letzte Mal mit offenen Augen durch die Stadt gegangen ist und wie man den Zustand ansonsten benennen soll. Fakt ist: Es gibt Stellen, beispielsweise in der Altstadt, da liegen mehr als 30 Zigarettenstummel pro Quadratmeter auf dem Boden.

Es wird weiterhin einfach so hingenommen, dass die öffentlichen Mülleimer völlig ungeeignet für die Entsorgung von Zigaretten sind und Kippenstummel deshalb lieber neben dem Mülleimer, statt darin entsorgt werden. Herr Kortlüke verweist auf die angeblich schlechten Erfahrungen eines ähnlichen Projektes der Stadt Offenbach. Er schließt so von vornherein aus, dass man aus den in Offenbach gemachten Fehlern lernen kann, um in Wetzlar bessere Ergebnisse zu erzielen. Und der Irrsinn an dieser Sache ist, dass dies vor allem von der Partei hingenommen wird, die sich selbst den Schutz der Umwelt auf die Fahnen geschrieben hat.

Liebe Leserinnen und Leser, die CDU-Fraktion nimmt das alles nicht einfach hin! Wir sind der Ansicht, dass etwas unternommen werden muss. Deshalb haben wir auch dem Antrag, der auf Prävention und Aufklärung abzielte, zugestimmt. Wir waren überzeugt, dass Prävention und Aufklärung lustig verpackt die Menschen wahrscheinlich mehr catcht als das bisher ausgebliebene „Dududu“ der Ordnungspolizei. Und rein logisch betrachtet: Liegt der Zigarettenstummel erst einmal auf dem Boden, ist die Umweltverschmutzung ja schon da. Man muss also zwangsläufig vorher ansetzen und präventiv und aufklärend vorgehen. Leider wurde dies vom Großteil der Stadtverordnetenversammlung nicht verstanden, was uns als CDU-Fraktion jedoch nicht abhält, weiterhin an dem Thema, das durch meine Initiative mit einer entsprechenden Fragestellung erst vorangetrieben wurde, dranzubleiben und unsere Ideen in den nächsten Haushaltsberatungen einzubringen. Es gibt viele denkbare, leicht umzusetzende und kostengünstige Maßnahmen. Wir setzen uns ein für eine saubere Stadt, für den Umweltschutz und für unsere Gesundheit!

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Aktuelle Ausgabe02.05.