Clan-Kriminalität:

CDU fordert Aberkennung der deutschen Staatsbürgerschaft

Noch besser: Staatsbürgerschaft gar nicht erst gewähren

In völligem Kontrast zu dem, was die Ampelregierung derzeit will, nämlich Einbürgerungen zu erleichtern, die deutsche Staatsbürgerschaft zu verramschen, steht der Plan der bundesdeutschen CDU-Innenminister unter Führung von Peter Beuth (Hessen), die in einem 17-Punkte-Papier gefordert haben, dass im Kampf gegen die Clan-Kriminalität auch die deutsche Staatsangehörigkeit entzogen werden muss.

Das Problem: Das gilt nur für Personen mit doppelter Staatsbürgerschaft. Anderenfalls ist eine Aberkennung in Richtung Staatenlosigkeit nicht machbar.

Spätestens hier, so richtig die Forderung ist, zeigt sich, welches Problem besteht, wenn man die deutsche Staatsbürgerschaft allzu leichtfertig vergibt, wie es SPD, Grüne und FDP im Bund aktuell planen. Die deutsche Staatsbürgerschaft, so Wetzlar-Kurier-Herausgeber Hans-Jürgen Irmer, ist ein Wert an sich. Dieser Wert wird nicht anerkannt, wenn die Staatsbürgerschaft praktisch verramscht wird an Menschen, die formal zwar fünf Jahre in Deutschland leben, aber de facto kaum integriert sind, ja noch nicht einmal die deutsche Sprache perfekt beherrschen. Und es ist eine weitere Motivation für Menschen von außerhalb, nach Deutschland zu kommen. In besonderen Fällen plant die Ampel sogar, die Staatsbürgerschaft nach drei Jahren zu vergeben.

Das gibt es in keinem Land dieser Welt. Überall steht die Vergabe der Staatsbürgerschaft erst am Ende eines nachgewiesenen und erfolgreichen Integrationsprozesses. Das ist in Ordnung. In Deutschland gehen die Uhren leider wieder einmal anders.

Über den Autor

Hans-Jürgen Irmer
Hans-Jürgen Irmer
Herausgeber Wetzlar Kurier
Aktuelle Ausgabe5/2024