Warum Christian Lindner (FDP) recht hat

Kinderarmut hängt mit Zuwanderung zusammen

Ob sich Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) bewusst war, dass er in ein Wespennest gestochen hat, als er darüber berichtete, dass es einen Zusammenhang zwischen Kinderarmut und Zuwanderung gibt, ist nicht überliefert.

Jedenfalls hat Lindner völlig zu Recht darauf hingewiesen, die Zahlen stammen von der Bundesagentur für Arbeit, dass im Jahr 2010 1,37 Millionen Kinder, also unter 18 Jahre, Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch erhielten in Form von Hartz 4, heute Bürgergeld. Deutsche Kinder wohlgemerkt. Im März dieses Jahres waren es nur noch 939.000, ein erfreulicher, deutlicher Rückgang.

Umgekehrt sieht das bei ausländischen Kindern aus. Im Jahr 2010 erhielten 304.000 entsprechende staatliche Leistungen, im März dieses Jahres waren es dann schon 903.000. Alleine aus den acht zuzugsstärksten Asylherkunftsländern Syrien, Afghanistan, Eritrea, Irak, Iran, Nigeria, Pakistan und Somalia wuchs die Zahl der Kinder im Hartz-4-Bezug in diesem Zeitraum von 93.000 auf rund 400.000. Damit wird eine Tendenz bestätigt, die jeder vorhersagen konnte, wenn er mit offenen Augen durch die Welt geht, denn diese Tendenz, erkennbar auch ohne Wirtschaftsstudium, ist im Erwachsenenbereich zu beobachten. So haben mittlerweile 62 Prozent der Hartz-4-Empfänger (Bürgergeldempfänger) einen Migrationshintergrund, rund 2,5 Millionen von rund 4 Millionen.

Lindner wies zu Recht auf diesen Umstand hin und überlegte laut, ob es nicht sinnvoller sei, Geld in die Ausbildung der Eltern zu investieren, in die Integration, damit sie mit eigener Arbeit so viel Geld erwirtschaften, dass sie mit ihrer Familie damit finanziell auskommen und keine staatliche Unterstützung mehr benötigen. Ein völlig legitimer Ansatz, der aber von Gutmenschenseite, grüner Seite, linker Seite sofort kritisiert wurde. Das sei Rassismus, man spiele deutsche und ausländische Kinder gegeneinander aus…

Das Bürgergeld und die geplante Kindergrundsicherung sind dramatisch weitere Anreize, nach Deutschland zu kommen. Das Problem der deutschen Hybris ist der völlig übersteigerte Moralismus. Wir meinen, jeden Tag dem Rest der Welt sagen zu müssen, was moralisch richtig ist und verwechseln Gesinnungsethos mit Verantwortungsethos. Altbundespräsident Gauck hat einmal gesagt: „Unser Herz ist weit, aber unsere Möglichkeiten sind begrenzt.“ Ein historisches Zitat für die Ewigkeit.

Wer meint, aus moralischen Gründen alle Beladenen dieser Welt in Deutschland aufnehmen zu müssen, wer für offene Grenzen plädiert, übersieht, dass dies der Sprengsatz für Deutschland ist, der Sprengsatz für die Spaltung der Gesellschaft. Er gefährdet damit die Stabilität des Staates in jeder Hinsicht, in finanzieller wie gesellschaftspolitischer Hinsicht, denn die Auswirkungen einer zu großen Zuwanderung, allein in diesem Jahr bisher rund 175.000 Asylanten, werden täglich spürbarer. Wohnraum wird knapp, Ausländerkriminalität steigt, Gesundheitsversorgung wird teurer, die Rentenbelastung für künftige Generationen steigt dramatisch, weil diejenigen, die jetzt nach Deutschland kommen, nur zu einem kleinen Teil so viel Geld verdienen werden, dass sie zukünftig mit eigener Rente auskommen. Diese Tatsachen zu erwähnen, ist bitter notwendig, und man kann nur hoffen, dass spätestens bei der nächsten Bundestagswahl SPD und Grüne eine solche Klatsche bekommen, am besten schon bei der Hessenwahl, dass sie anfangen, endlich wach zu werden, weil Deutschland im internationalen Vergleich fast überall auf dem absteigenden Ast ist.

Über den Autor

Hans-Jürgen Irmer
Hans-Jürgen Irmer
Herausgeber Wetzlar Kurier
Aktuelle Ausgabe4/2024