Aus der Arbeit der CDU-Kreistagsfraktion Lahn-Dill

CDU besuchte Firma Clößner in Daubhausen
Hightech-Familienbetrieb auf Erfolgskurs

Es gibt im Lahn-Dill-Kreis eine Fülle von kleineren und mittelgroßen klassischen Mittelständlern, die auf dem nationalen und Weltmarkt sowie auch auf dem europäischen Markt höchst erfolgreich sind. Dazu zählt auch die Firma Clößner, ansässig in Ehringshausen-Daubhausen. Davon konnte sich eine Delegation der CDU-Kreistagsfraktion überzeugen, an der Spitze Fraktionsvorsitzender Hans-Jürgen Irmer, Kreistagsvorsitzender Johannes Volkmann, die Kreisbeigeordneten Kerstin Hardt-El Ansari und Ronald Döpp sowie die Abgeordneten Nicole Petersen, Christoph Herr und Leo Müller sowie von der Mittelstandsunion Lahn-Dill Michael Schweitzer und Niklas Müller.

Geschäftsführer Wolfgang Clößner, der die Firma inzwischen mit seinem Neffen Mario Clößner seit 1986 leitet, berichtete kurz über die Firmengründung aus dem Jahr 1971 durch Vater Hermann, der in der Garage des Wohnhauses startete. Über mehrere Anbauten 1973, 1986, 1999, 2006 und 2014 wurde das Unternehmen immer größer und erfolgreicher. Es habe aktuell wieder nahezu 80 Mitarbeiter, annähernd so viele wie vor Corona und verfüge über eine eigene Lehrwerkstatt. Dringend gesucht würden Auszubildende, was allerdings in der heutigen Zeit aufgrund der manchmal überschaubaren Vorqualifikation schwierig sei. Als solides Unternehmen erwirtschafte man einen Umsatz von rund 12 Millionen Euro.

Die Coronazeit habe man überstanden, eine schwierige Zeit, in der mancher Wettbewerber die Segel habe streichen müssen. Aufgrund von guter Substanz und vorausschauender Planung sei dieser Kelch an der Firma Clößner vorbeigegangen. Gearbeitet werde im Dreischichtbetrieb. Die Auftragsbücher seien voll und es würden dringend weitere Mitarbeiter gesucht. Das Unternehmen habe eine große Diversifikation der Kunden, weil man in der Lage sei, mit fachlich hervorragendem Personal und modernsten CNC-Bearbeitungszentren jeglicher Art alles herzustellen, auch eine Nischenpolitik zu betreiben, was für die Rüstungsindustrie, die Wehrtechnik, die optische Industrie oder auch die Halbleiterindustrie notwendig sei.

Derzeit stelle man neben der Luftfahrtindustrie auch schwerpunktmäßig Teile für die Rüstungsindustrie her im Bereich panzerbrechende Geschosse, Panzerfaust, sowie für die Panzerhaubitze und den Leo 2 und anderes mehr. Leicht problematisch sei die immer schwieriger werdende Materialversorgung, so dass es durchaus zu Lieferverzögerungen kommen könne. Dieses Problem hätten andere Hersteller aber auch.

Insgesamt gesehen, so Clößner abschließend, sei man dank vorausschauender Politik, dank engagierter und exzellent ausgebildeter Mitarbeiter sehr gut aufgestellt, so dass man unter wirtschaftlichen Aspekten mit Optimismus in die Zukunft schaue.

 

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Hans-Jürgen Irmer
Hans-Jürgen Irmer
Herausgeber Wetzlar Kurier

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