Aus der Arbeit der CDU-Kreistagsfraktion Lahn-Dill

Kommt das Smartphone-basierte Rettungssystem
„Mobile Retter“ jetzt auch im Lahn-Dill-Kreis?

In einem Antrag hatte die CDU-Kreistagsfraktion den Kreisausschuss aufgefordert, gemeinsam mit der Leitstelle und den Leistungserbringern im Rettungsdienst zu prüfen, ob eine Einführung des Systems „Mobile Retter“ auch im Lahn-Dill-Kreis denkbar ist. Lisa Schäfer, die den Antrag für die CDU begründete, erklärte, dass in Deutschland etwa 75.000 Einsätze jährlich mit der Diagnose Herz-Kreislauf-Stillstand gemeldet würden. Für das Überleben sei entscheidend, wie schnell präzise Hilfe erfolgen könne, denn je länger die Sauerstoffversorgung im Gehirn ausgesetzt sei, desto größer der anschließende Schaden. Deshalb komme der Wiederbelebung eine entscheidende Bedeutung zu. Bestimmte qualifizierte Handgriffe könnten hier lebensrettend sein, um die Sauerstoffversorgung des Gehirns wieder herzustellen.

Man habe ohne jeden Zweifel ein gut ausgebautes Netz an Rettungswachen, habe engagierte Rettungsdienste, gut ausgebildetes Fachpersonal. Dennoch könne es immer wieder zu Verzögerungen kommen. Und hier greife der sogenannte „Mobile Retter“. Es handele sich dabei um ein Smartphon-basiertes Rettungssystem, das qualifizierte Ersthelfer, zum Beispiel Feuerwehrmänner, Notfallsanitäter, Rettungsassistenten, Krankenschwestern, Polizisten oder Ärzte, auf ihrem Smartphone installieren könnten, um sich dann registrierten zu lassen. Komme es zu einem Notruf mit der Diagnose Herz-Kreislauf-Stillstand könne die zuständige Leitstelle die Mobile-Retter-App aktivieren.

Wenn beispielsweise in einem Einkaufszentrum jemand einen Infarkt bekomme, werde von dritter Seite in der Regel sehr schnell die Leitstelle informiert. Diese könne einen entsprechenden Hinweis über die App herausschicken. Wenn dann ein entsprechender „Mobiler Retter“ zufällig in diesem Einkaufszentrum sei, könne man die Zeit bis zum Eintreffen des Rettungswagens möglicherweise lebensrettend verkürzen.

Der Antrag der CDU wurde einstimmig mit einer Ergänzung durch die Koalition angenommen, wonach auch andere Systeme geprüft werden sollen, ob das von allen Seiten gewünschte Ziel erreicht werden kann.

Über den Autor

Lisa Schäfer
Lisa Schäfer

Bildergalerie

Aktuelle Ausgabe04.07.